Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

BADEN

„Kein wildes Parken mehr am

Strandbad Wannsee“ von Klaus Kurpjuweit vom 11. August

In Berlin fühlt man sich immer öfter wie im falschen Film. Da wurde das Strandbad Wannsee nach über einem Vierteljahrhundert endloser Sanierung mit viel Tamtam eröffnet und ausgerechnet jetzt wird der gesamte Wannseebadweg mit seinen vielen Stellplätzen dichtgemacht, anstatt das Parken rigide zu überwachen und Falschparker abzuschleppen.

Der S-Bahnhof ist viel zu weit weg, um sich den strapaziösen Weg in flirrender Sommerhitze anzutun. Man stelle sich vor, das Wannseebad ist endlich wieder schön, und nun vergrault man die Besucher. Es ist ein Ding aus dem Tollhaus, die Ideenlosigkeit der Verantwortlichen nicht zu überbieten. Am besten, man macht das Bad dicht,die Berliner Bäderbetriebe haben eh kein Interesse. Im Umland gibt es genügend Alternativen, zu erheblich niedrigeren Eintrittspreisen.

Hans-Joachim Junge,

Berlin-Lankwitz

VÖGEL

„Landesumweltamt verjagt Adler

mit Schüssen“ vom 14. August

Sie zitieren einen Landesumweltamt- Mitarbeiter mit der Behauptung, Mitarbeiter der LUA-Außenstelle Cottbus hätten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose Nistkästen für Wiedehopfe aufgestellt, mit dem Ziel, den geplanten Bau eines Solarkraftwerks zu verhindern. Diese Behauptung ist falsch. Vielmehr beherbergen die ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplätze im Land Brandenburg Deutschlands größte und stabilste Population des vom Aussterben bedrohten Wiedehopfs. Die Reproduktion dieser Vögel wird durch das Anbringen von Nisthilfen lediglich unterstützt.

Dr. Christian Neumann,

Museum für Naturkunde, Berlin-Mitte

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