Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

WAHRHEITEN I

„In Pauls Welt“ von Robert Birnbaum

vom 16. September

Der Verlust an „Trennschärfe“ der Begriffe „konservativ“ und „progressiv“ ist nichts, was zu bedauern wäre. Er folgt aus dem enorm verbesserten politischen Geschmack der Deutschen. Birnbaums wunderbare Analyse ist ein Beleg für diese gewachsene Urteilskraft.

Dr. Hasso Spode, Berlin-Schöneberg

WAHRHEITEN II

„Die halbe Wahrheit – Wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht!“

von Esther Kogelboom vom 16. September

Ich bin vielleicht sensibel – aber nicht empfindlich, aber alles hat seine Grenzen, und die sind erreicht: den badische Kletterer, der Ihnen möglicherweise zu ungeschickt über die letzte Hürde geholfen hat, haben Sie schwäbisch sprechen lassen. Bitte tun Sie uns badischen (und meinetwegen auch unsymbadischen) Zeitgenossen wenigstens dies nicht an.

Der Mann mit der Räuberleiter hätte Sie eigentlich liebevoll „darf ich Ihne helfe? Ich würd’ e Räuberleider mache, wo Sie draufsteige könnte, un dann wärre Se bei uns obe und könntet e bissle mit uns veschpere“ fragen müssen. Die Württemberger sind nämlich genau die, die Teleskop-Titan-Wanderstöcke austüfteln, anstatt einfach nur die Bergwanderungen zu genießen.

Gabriele Schultz,

Berlin-Schmargendorf

WAHRHEITEN III

Zur Aufstellung von 16 Skulpturen

von Fernando Botero in Berlins Mitte

Frau Grütters will sich um die deutsche Sprache kümmern. Dabei kann sie dann auch ein Augenmerk auf die Bedeutung von bestimmten Worten legen. Über das Pferd von Fernando Botero vor dem Brandenburger Tor hat sie gesagt, der Platz dafür sei nach „Gutsherrenart“ vergeben worden. Was soll das? Außerdem: die Skulpturen von Botero passen gut vor das Brandenburger Tor – besser als vieles andere, was da schon mal stand!

Renata v. Oppen, Tochter eines Gutsherren, Berlin-Dahlem

WAHRHEITEN IV

„Der unbewegte Mann“

von Wolfgang Michal vom 16. September

Endlich einmal eine einigermaßen realistische Beschreibung des Durchschnittsmannes! Jungs, wenn Ihr nicht begreift: „Wer eine menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“, wird das auch nichts mit euch.

Dr. Gisela Pravda, Berlin-Marienfelde

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