Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

EINKOMMEN I

Zur Diskussion über Managergehälter

in Deutschland

„Wer arm ist bleibt arm, wer reich ist wird reicher." Dieser Spruch bewahrheitet sich immer wieder, und das erinnert mich an eine Weisheit meines Vater, der mir als Kind erklärte: Das Schwierigste ist, die erste Million zusammenzubringen, die weiteren kommen dann ganz von alleine!

Gerhard Müller, Berlin-Charlottenburg

EINKOMMEN II

Zur Diskussion über Managergehälter

Den kritischen Aussagen des Bundespräsidenten Köhler über überzogene Vorstandsbezüge einiger Manager kann man nur zustimmen. Aber wenn einem Bundespräsidenten nach seiner Amtszeit das volle Gehalt plus Vergünstigungen (Büro usw.) bis an sein Lebensende weitergezahlt werden, muss man stutzig werden.

Sollte er nicht zuerst vor seiner eigenen Tür kehren? Auch und gerade für einen Bundespräsidenten gilt: Wer im Glashaus sitzt, darf nicht mit Steinen werfen.

Ernst Lorenz, Berlin-Zehlendorf

WÄRME

„Aufstand der Wirtschaft“

vom 7. Dezember

Seit der Wiedervereinigung besitzt Berlin neben Helsinki und Hamburg das größte Fernheiznetz Europas. Das betreibt Vattenfall – vorher Bewag – mit zehn Heizkraftwerken und versorgt so zuverlässig um die eine Million Haushalte der Hauptstadt mit Wärme.

Nun stelle man sich folgendes Szenario vor. Ein altes Heizkraftwerk von 1926 muss ersetzt werden. Der Senat genehmigt dem Betreiber den Neubau aber nicht. Den möge ein Investor bauen. Vorgeschlagen hat das die IHK-Berlin. Den Investor hat die IHK aber ebensowenig mitgeliefert wie ein Rezept zum Verhindern des Drehens der Preisspirale. Denn die Preisspirale war der eigentliche Auslöser des Vorschlages.

Damit reiht sich die IHK in die Reihe der Möchtegern-Energieexperten und Besserwisser ein. Diese verlangen Stillegung von Kernkraftwerken, Netzumbau für 20 Prozent Windanteil an der Stromerzeugung und niedrigere Strompreise. Erreicht haben sie bisher nur Preiserhöhungen. Wenn der IHK-Vorschlag durchgeht, muss man kein Wahrsager sein, um Strom- und Wärmepreissteigerungen vorauszusagen. Wie können Stromverbraucher und Berliner Fernheizhaushalte sich eigentlich für die IHK-Fürsorge bedanken?

Volker Scholten, Berlin-Frohnau

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