Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

HERTHA

„Auf nach unten“ vom 3. Februar

Die Methode von Manager Hoeneß, bis kurz vor Schließung des Transfermarktes zu warten, dann Schweiz und Balkan abzugrasen, um einige junge, namenlose Spieler zusammenzuschachern, kann als gescheitert angesehen werden. Die 0:3-Klatsche gegen Frankfurt hat das eindrucksvoll bestätigt. Diese jungen Spieler sollen die Perspektive für die Zukunft des Vereins sein! Was Hertha BSC braucht, sind keine Spieler mit Zukunftsperspektive, sondern gestandene Spieler, die im Abstiegskampf ihren Mann stehen. Ansonsten hat Hertha nicht nur keine Zukunft, sondern nur noch Vergangenheit. Dieter Hoeneß hat sich - nach seinen unbestrittenen Verdiensten um Hertha BSC - verschlissen; er sollte darüber nachdenken, jetzt seinem Nachfolger Platz zu machen.

Alexander Schneider,

Berlin-Tempelhof

PALÄSTINA

„Dieses Land war nicht leer“ – Daniel

Barenboim vom 3. Februar

Barenboim hat Recht. Israelis und Palästinenser sind eine Schicksalsgemeinschaft, die nur gemeinsam den Frieden suchen und finden kann. Die Gewalt von beiden Seiten ist leider die einzige und auch die falsche Antwort der ideologisch oder religiös Verbohrten, die immer zu Lasten der Menschen geht.

Eine Lösung ist auch nicht die Mauer Israels, sondern ein „Marshall-Plan" Israels für Palästina, ist die Schaffung von Arbeit und Infrastruktur von Israel für und allein in Palästina, ist eine radikale Rücknahme jeder Siedlungspolitik. Eine aktive Politik für die Menschen beider Seiten wird den Radikalismus nicht beseitigen, aber zunehmend unglaubwürdiger machen. Allein dafür lohnt sich jede „einseitige" Maßnahme.

Wolfram Dürr,

Berlin-Schöneberg

PARTNERSCHAFTEN

„Bündnisse: 'Trittin sollte es an der Börse probieren'“ vom 5. Februar

Fritz Kuhn, der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, macht es sich mit seinem Fundi-Denken zu einfach. Wenn die Bündnis-Grünen wieder Regierungsverantwortung übernehmen wollen, sind sie auf neue Konstellationen angewiesen. Denn die klassische Partnerschaft mit der SPD funktioniert nur in Glücksfällen wie in Bremen. Da die CDU, wie sich in Hamburg gerade sehr gut beobachten lässt, auf Grund ihres chancenungerechten Weltbildes als Ersatz ausfällt, bleibt nur die Linke. Eine Zusammenarbeit wäre im Übrigen kein Sündenfall, da rot-rot-grüne Koalitionen in Europa der Normalfall sind und wie etwa in Norwegen volkswirtschaftlich äußerst erfolgreich arbeiten!

Rasmus Ph. Helt,

Hamburg

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben