Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

ZEITLÄUFTE I

„Früherer Stasi-Oberstleutnant berät Stasi-Opfer – Sozialverband beschäftigt Ex-MfS-Abteilungsleiter“ vom 10. Februar

Nach Lektüre des Artikels verschlug es mir fast die Sprache. Wie wird wohl den zahlreichen Stasi-Opfern der Honecker-Diktatur zumute sein, wenn sie vom beruflichen Aufstieg dieses Mannes lesen? „… die Zeitläufte …“ waren es, die den Stasi- Mann zwangen, beim „Klassenfeind neu anzufangen“. Treffender kann man die Opfer wohl nicht verhöhnen!

Als ehemaliger Antragsteller auf Ausreise in die BRD weiß ich nur zu gut, welchem Druck und welchen Schikanen man in der DDR ausgesetzt war, wenn man es wagte, dem angeblich „fortschrittlichsten und besten“ aller deutschen Staaten die Stirn zu zeigen. Personen wie dieser „Schultze“ sorgten stellvertretend dafür, dass Ausreisewillige mit allen möglichen Mitteln drangsaliert wurden.

Siegfried Uhl, Berlin-Charlottenburg

VERKEHR

„Raser sind ein Millionengeschäft für das Land“ von Stefan Jacobs vom 3. Februar

Als täglicher Benutzer des Britzer Autobahntunnels bin auch ich durchaus für die Installation dieser sogenannten Schwarzblitzer. Noch viel sicherer wäre dieser Tunnel, wenn man dann noch an den Einfahrten auf die Geschwindigkeitskontrollen hinweisen würde. Ich fürchte allerdings, dass diese Sicherheitsmaßnahme zugunsten des Millionengeschäfts entfallen wird.

Alexander Köbe, Berlin-Britz

FEHLPLANUNG I

„S-Bahn hat 20 Jahre Verspätung“ von Klaus Kurpjuweit vom 10. Februar

Der Artikel stellt den Verkehrsplanern und dem Senat ein Armutszeugnis aus! Entgegen dem erklärten Willen, den ÖPNV zu stärken, ist man nicht in der Lage, eine vernünftige Anbindung an den Hauptbahnhof zu schaffen. Eine Provinzposse ohnegleichen!

Georg Mesus, Berlin-Rosenthal

FEHLPLANUNG II

„Weg von der Flasche – Die CDU will

das Trinken in der Öffentlichkeit verbieten.

Ein Pro & Contra“ vom 10. Februar

Statt sich über neue Verbote Gedanken zu machen, sollten Politiker endlich zur Kenntnis nehmen, dass diese Trinkgelage das Ergebnis ihrer verfehlten Jugendpolitik sind! In den letzten Jahren wurden in Berlin 140 Jugendfreizeitheime geschlossen, weitere Schließungen stehen bevor. Jugendliche wollen nicht mit ihren Eltern zu Hause kuscheln, sie wollen sich mit ihren Freunden treffen und Spaß haben. Das geht am besten unter Betreuung von Sozialpädagogen in eben diesen Jugendeinrichtungen.

Sabine Puche, Berlin-Lankwitz

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