Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

GEMALT

„Fall Kirchner – Sammler Lauder wehrt sich“ vom 27. Februar

Herr Lauder muss vermuten, dass in Berlin Kulturbanausen zu Hause sind, „dass nicht irgendjemand dieses wunderbare Gemälde erworben hat, um es weiterhin in Berlin auszustellen.“ Herr Lauder, die Berliner Bevölkerung hat schlichtweg nicht gewusst, dass ihr der unersetzbare Verlust des Gemäldes „Berliner Straßenszene“ von Ernst Ludwig Kirchner droht! Erstaunlicherweise drangen keine erkennbaren Töne von den zwei Jahren der Verhandlung mit den Erben nach außen.

Ingrid Fischer, Berlin-Zehlendorf

GEZEICHNET

Zur Karikatur auf der Meinungsseite

vom 22. Februar

Mit der Karikatur hat Reiner Schwalme in Sachen Zukunftsvision aktuelle Themen gebündelt. Er – und der Tagesspiegel – hat angesichts der traurigen Geschichte des dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard auch erheblichen Mut bewiesen.

Dr. Wolfgang Hintze,

Berlin-Wilmersdorf

GEDENKEN

„Berlin erwägt Denkmal für Hitler-

Attentäter Georg Elser“ vom 19. Februar

„Bei dem Anschlag kamen eine Kellnerin und sechs Zuhörer ums Leben, ein weiterer starb wenige Tage später.“ (Lexikon des Widerstandes 1933–1945, hg. v. Peter Steinbach, Johannes Tuchel, München 1994). Über sechzig Menschen wurden schwer verletzt. (Lexikon des deutschen Widerstandes, hg. v. Wolfgang Benz, Walter H. Pehle, Frankfurt am Main 1994, S. 185.) So berechtigt jeder Attentatsversuch auf Hitler war: Sollte angesichts einer solchen Bedenkenlosigkeit gegenüber Menschenleben – die man doch gemeinhin eher mit dem Diktator selbst assoziiert – allen Ernstes die Würdigung Georg Elsers durch ein Denkmal betrieben werden?

Dr. Peter Krahé, Berlin-Zehlendorf

BEZEICHNEND

Zum angekündigten Stellenabbau bei BMW, Siemens, Continental und Co.

Jobabbau bei gutem Profit und gleichzeitige überdurchschnittliche Erhöhung der Gehälter der oberen Etagen sind ein Beispiel einer Nimm-so-viel-du-kannst- Mentalität. Diese Mentalität zeugt von einer Weitsicht, die bis zum nächsten Quartalsabschluss reicht und die langfristigen Folgen nicht im Blick hat.

Olaf Heimburger,

Berlin-Heiligensee

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