Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

FORTSCHRITT

„Auf die Kuh gekommen“ von Bas Kast vom 3. April

Es gibt Menschen, die nicht medizinische Forschung um jeden Preis haben wollen. Die ethische Grenzen setzen wollen. Zu diesen Menschen gehöre auch ich, selbst wenn ein vergleichbarer Krankheitsfall in meiner Familie aufträte oder ich selbst betroffen wäre. Nein, ich will keinen medizinischen Fortschritt um jeden Preis. Nein, ich will nicht, dass der Weg wissenschaftlich bereitet wird, um Chimären oder wer weiß was für Wesen zu schaffen. Nein, ich möchte eben nicht, dass die Büchse der Pandora geöffnet wird.Der Schaden läge eben nicht nur bei einigen Kühen, die ihre Eizellen lassen müssen, sondern bei der Aufgabe unserer ethischen und sozialen Grundsätze.

Jan-Peter Jansen,

Berlin-Prenzlauer Berg

INTERVIEW I

Zum Interview mit Oswald Metzger

vom 30. März

Der frühere Bundes- und Landtagsabgeordnete Oswald Metzger hat im Interview mit dem Tagesspiegel am Sonntag gesagt: „Generalsekretär Niebel hat doch wirklich behauptet, ich hätte mit den Liberalen verhandelt und würde nur in die CDU eintreten, weil die FDP kein sicheres Mandat versprochen hat“. Oswald Metzger hätte gut daran getan, die „Neue Osnabrücker Zeitung“ tatsächlich zu lesen, ehe er mir Behauptungen unterstellt. Was ich der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ gesagt habe, kann ich nur unterstreichen: „Wir wünschen Oswald Metzger alles Gute unter den Konservativen. Die FDP wollte ihm nichts versprechen, denn bei uns entscheidet die Basis über mögliche Mandate. Ein solches zu bekommen, ist ja sein vorrangiges persönliches Ziel.“ Weil wir nicht mit ihm „verhandelt“ haben, habe ich auch nicht davon gesprochen.

Dirk Niebel, Generalsekretär der FDP

INTERVIEW II

Zum Interview mit Ludwig Minelli

vom 30. März

Dankenswerterweise haben Sie das Thema „Hilfe für Todkranke, die sterben möchten“ aufgegriffen, das sehr viele Menschen umtreibt. Da der Gründer von Dignitas zu Wort kommt habe ich das erste Mal Gelegenheit gehabt, Fakten über diese Sterbehilfeorganisation zu erfahren. Hoffentlich ist das ein Anstoß, über dieses Thema endlich offen zu reden, ohne dass Politiker, Priester und Ärzte das Selbstbestimmungsrecht der Bürger versuchen einzuschränken.

Gisela Rassow, Berlin-Zehlendorf

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