Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

VERKEHR

Zur geplanten Bahn-Teilprivatisierung

Teile der Bahn sollen privatisiert, also verkauft werden. Verkaufen kann aber nur der Eigentümer. Wem gehört die Bahn also? Der Regierung oder der Ministerialbürokratie gehört sie sicher nicht, sondern dem Steuerzahler, der den Aufbau der Bahn mit seinen Steuergroschen ermöglicht hat.

Der geschätzte Erlös von etwa acht Milliarden Euro sollte dem Eigentümer zugute kommen: also 100 Euro für jeden. Für eine vierköpfige Familie wären das 400 Euro, ein schönes Zubrot also.

So wie es aussieht, geht der Eigentümer leer aus. Die Moral der Geschichte: benötigst du Geld, verkaufe die Laube deines Nachbarn.

Rolf Gänger, Berlin-Lichtenrade

BILDUNG

„Schule muss auch Hochleistung fördern“ von Sybille Volkholz vom 29. April

Dem ausgewogenen und differenzierten Beitrag der ehemaligen Schulsenatorin zur „Element-Studie“ kann man nur zustimmen. Zwei ergänzende Hinweise zum Thema „Förderung aller Schüler“ seien gegeben: Zum einen sollten die deutschen Schulpolitiker endlich begreifen, dass eine auf Chancengleichheit zielende schulische Förderung nur im Rahmen der Ganztagsschule möglich ist; zum anderen muss die Vorschulerziehung massiv ausgebaut werden (siehe Frankreich, Schweiz, Großbritannien). Beides kostet Geld. Beides sollte uns viel Geld wert sein.

Dr. Peter Gaude, Berlin-Buckow

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