Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

MOBILITÄT

„Zehnspurige Autobahnen / Was

der Bundesverkehrsminister gegen

die Staus in Deutschland unternehmen will“ vom 15. Juli

Problem und vorgeschlagene Lösung sind nicht neu. Dem früheren Verkehrsminister Wissmann hat die Straßenverkehrslobby für dessen Engagement mit einem guten Posten gedankt. Fällt Herrn Tiefensee nichts besseres ein als den am wenigsten umweltfreundlichen Verkehrsträger, die Straße, zu stärken?

Hartmut Pernotzky, Berlin-Moabit

GESUNDHEIT I

Zum Tagesspiegel-Klinikführer vom 9. Juli

Mir fällt auf, dass noch immer der Psychologe mit dem Psychiater verwechselt wird. Selbst Hausärzte kennen manchmal nicht den Unterschied. Da man heute weiß, dass bei depressiven Patienten eine Stoffwechselstörung vorliegt, muss der Ansprechpartner immer der Psychiater sein, denn nur eine medikamentöse Therapie bringt Erfolg. Gespräche können lediglich unterstützend wirken.

Renate Brandes, Berlin-Dahlem

GESUNDHEIT II

„Der Streit um die Charité geht weiter / Gutachten der Wirtschaftsprüfer ohne

abschließendes Urteil. Senat verspricht weitere Aufklärung“ von Uwe Schlicht

vom 3. Juli

Mit Verwunderung und Vergnügen habe ich mich in Ihrer Zeitung abgebildet gefunden mit der Bildunterschrift: "Forschung oder Pflege? Ein Charité-Mediziner am Bett eines Helios-Patienten."

Es handelt sich in Ihrem Artikel um den Verdacht der Quersubventionierung der Charité. Ihre Aussagen über meine Person sind zwar richtig; ich bin Charité-Professor. Dennoch bedürfen sie einer zusätzlichen Erläuterung. Ich bin seit Ende 1992 Universitätsprofessor in Berlin-Buch. Seit Anfang 1993 werden 90 Prozent meiner Bezüge vom Bucher Krankenhaus bezahlt, erst vom städtischen Klinikum und seit 2001 von der Helios Kliniken GmbH. Bei meinem Stellvertreter, Professor Ralph Kettritz liegt dieser Anteil sogar bei 100 Prozent.

In der Tat ist es so, dass wir beide für die klinische Leistung von Helios bezahlt werden und außerdem unser Talent als leidenschaftliche Hochschullehrer und Forscher der Universitätsmedizin beinah kostenlos zu Verfügung stellen. Diese Leistung ist nicht gering. Von 1993 bis heute hat meine Abteilung in Berlin-Buch 392 begutachtete wissenschaftliche Arbeiten publiziert, tausende von „Impact-Punkten“ erworben und Millionen an Drittmitteln nach Berlin gebracht. Diese Tatsache legt die Frage nah, wer hier von wem subventioniert wird.

Prof. Dr. Dr. Friedrich C. Luft,

Charité Campus Buch, Berlin-Buch

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