Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

GESCHMACK

Zur Karikatur von Gerhard Seyfried auf der Seite 7 vom 23. Juli

Was ist es doch beruhigend, als Christ die Karikatur von Herrn Seyfried nur einfach geschmacklos zu finden, ohne befürchten zu müssen, dass irgendwelche fundamentalistischen Glaubensbrüder ihn mit Morddrohungen überziehen.

Horstpeter Metzing,

Berlin-Lichterfelde

RECHENSPIELE II

Zur Berichterstattung über die stetig

steigenden Strom-, Gas- und Kraftstoffpreise in Deutschland

Die ständig steigenden Kraftstoffkosten bergen auch Chancen: So die, dass der Unsinn aufhört, bayerischen Joghurt in Berlin und Milch aus Schleswig-Holstein in Stuttgart zu verkaufen. Da könnten sogar viele Waren, vor allem Lebensmittel, wieder billiger werden. Und als Nächstes kippt der Wahnsinn, zu Weihnachten Erdbeeren aus Chile oder gefährliches Spielzeug aus China heranzukarren …

Dr. Michael Meissner,

Berlin-Lichterfelde

RECHENSPIELE I

Zum Interview mit Hubertus Heil

vom 20. Juli

In meiner Erinnerung ist noch die Zeit vor circa drei Jahren präsent, als der Preis pro Liter Diesel bei 80 Cent lag, entsprechend gestaffelt die Preise für Benzin. Heute habe ich für 1,45 Euro getankt. Diese Differenz von 65 Cent findet sich auch , wenn man die Preise bei Heizöl vergleicht.

Jetzt eine einfache Rechnung: In Deutschland werden jährlich circa 100 Millionen Tonnen Benzin, Diesel, Heizöl verkauft, das sind rund 100 Milliarden Liter (tatsächlich sind es noch mehr Liter, denn das spezifische Gewicht von Mineralöl ist kleiner als 1). Der Effekt der Preiserhöhung beläuft sich somit auf rund 65 Milliarden Euro jährlich. Der Mehrwertsteuerzuwachs – 19 Prozent auf 65 Milliarden Euro – beträgt über zwölf Milliarden Euro pro Jahr. Ich finde, damit ist eine Haushaltskonsolidierung bequem zu machen, zumal für diese Mehreinnahmen keinerlei Gegenleistungen des Staates zu erbringen sind, man braucht nicht einmal eine größere Steuerverwaltung.

Vor diesem Hintergrund empfinde ich die Position von Herrn Heil wie auch die der übrigen Verteidiger der gekürzten Pendlerpauschale – vorsichtig gesagt – als unredlich.

Wolfgang Schönebeck,

Berlin-Lankwitz

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