Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

METROPOLE I

„Beim Großflughafen wird am Komfort

gespart“ von Klaus Kurpjuweit

vom 18. August

Wie wird Berlin seine Gäste am künftigen Flughafen BBI empfangen? Der erste Eindruck wirkt ja besonders nachhaltig. Touristen werden sich ärgern, wenn sie ihr Gepäck über eine Treppe zum Flughafenbahnhof schleppen oder vor Aufzügen lange warten müssen. Und sie werden sich wundern, denn der Verzicht auf Laufbänder und Rolltreppen ist im internationalen Maßstab unüblich. Insbesondere bei einem neu konzipierten Airport, der sich zu einem der modernsten der Welt zählen möchte. Rolltreppen und Laufbänder sind da kein Luxus. Luxus ist es, wenn eine auf Touristen angewiesene Metropole es sich leistet, Besucher durch Zumutungen zu verprellen.

Carsten Meyer, Berlin-Prenzlauer Berg

METROPOLE II

„Regierung hebt zukünftig in Schönefeld ab / Flugbereitschaft für Politiker wird

nach der BBI-Eröffnung komplett in Berlin

stationiert“ von Klaus Kurpjuweit

vom 22. August

Es kann den mündigen Bürger nur immer wieder aufregen, wenn man den Artikel zum Thema Flugbereitschaft nach Schönefeld liest.

Die Entscheidung, die Flugbereitschaft in Berlin zu stationieren, ist längst überfällig. Warum aber auf dem BBI nochmals 2,2 Milliarden Euro verbaut werden müssen, wo die Flugbereitschaft sofort in Tempelhof unterkommen könnte, Hangars gebaut sind und auch gute Räumlichkeiten für An- und Abflug von Staatsgästen sofort zur Verfügung stehen, ganz zu schweigen von den kurzen Anfahrtswegen zum Regierungsviertel, bleibt dem Leser verborgen. Man wird den Eindruck nicht los, dass die Bundesregierung Angst vor harten Verhandlungen mit dem Senat hat.

Man wundert sich und ist enttäuscht.

Hartmut Albruschat,

Berlin-Wilmersdorf

METROPOLE III

„Kampf gegen Kaugummis –

eine zähe Angelegenheit“

von Stefan Jacobs vom 16. August

Wenn man wie ich aus Manhattan nach Berlin umzieht, dann sieht man nicht Kaugummis auf Gehwegen, sondern unsägliche Verschmutzung durch Schmierereien, Hundekot, defekte Straßenbeleuchtungen und ungepflegte Grünflächen und Brachen. Kaugummis spielen keine Rolle, wenn der Rest in einem Zustand ist wie in der Dritten Welt …

Emil Ganter, Berlin-Lichterfelde

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