Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

PEKING

Berichterstattung zu den

Olympischen Spielen

Ich bin froh, dass die Olympischen Spiele in Peking vorbei sind. Nun hört endlich die erschreckend einseitige Berichterstattung aus China auf: Sehr lobenswerte Ausnahme Ihr Journalist Harald Maaß, der offenbar schon lange in China lebt und sich abends nicht nur in San Lin Tun rumtreibt. Natürlich ist die Problematik der Menschenrechte und der Pressefreiheit bedenklich und wird auch von mir sehr kritisch gesehen; wer aber die Zeremonien der Eröffnungs- und Schlussveranstaltung nur unter dem Aspekt echt oder nicht echt betrachtet, hat China nicht verstanden. Das ist bei nur 17 Tagen auch nicht anders zu erwarten. (Sport-)Journalisten, die mit besserwisserischer europäischer Brille nicht in der Lage sind, über eine so andersartige Kultur objektiv zu berichten, haben ihren Job verfehlt.

Nikolaus Petersen, Berlin-Schöneberg

BILDUNG

„Schulabbrechern droht die Ausweisung, 20% Schulabbrecher ohne Zukunft“

vom 19. August

Dem Schulabbruch geht in der Regel häufiges Schulschwänzen voraus. Endlich hat der Berliner Senat das Bleiberecht von ausländischen Schülern an einen erfolgreichen Schulabschluss gekoppelt. Das wird hoffentlich manchen der betreffenden Schüler motivieren, sich im Unterricht anzustrengen, um eine eigene Existenz in Berlin aufbauen zu können. Von der Berliner Ausländerbehörde wird von der Bevölkerung mit Recht erwartet, dass sie ihren Beschluss zeitnah und konsequent umsetzt.

Beate Badinski, Berlin-Charlottenburg, und Roland Wieckert, Berlin-Hermsdorf

FITNESS

Madonna in Berlin vom 29. August

Wirklich hervorragend, die Show, und vor allem die künstlerische Leistung und der körperliche Einsatz der Madonna. Hätte es sich um eine Sportveranstaltung gehandelt, hätte jeder gefragt: „Ist das schon Epo?" Und damit hätte man wohl auch eine Lösung für die Dopingprobleme im Sport: einfach nicht mehr als sportlichen Wettbewerb behandeln, sondern als reine Unterhaltung. Oder hat ein Kiffergeständnis je die Popularität eines Artisten oder Künstlers geschmälert?

Waruno Mahdi, Berlin-Neukölln

VERBOTE

„Von Tag zu Tag – Grand ohne Asse“

vom 29. August

Na, Herr Matthies, ganz so einfach ist das nicht. Ganz klar, wer im Halteverbot parkt, begeht einen Fehler. Aber ein Polizist ist nicht nur zur Verfolgung begangener Straftaten da, sondern auch, und das nicht an so unerheblicher Stelle seiner Aufgaben, für die Verhütung von Gesetzesüberschreitungen. Ein Bürger kann nicht erkennen, ob es sich um einen Objektschützer handelt oder um ein Streifenpolizisten. Das Urteil, das Sie anführen, hat bestimmt einen differenzierteren Hintergrund, als Sie beschreiben.

Klaus Eisenschmidt, Oldenburg

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