Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

BERLIN I

„Zu meinem Ärger / U-Bahn-Fernsehen nervt gewaltig“ vom 7. September

Dass sich Herr Dax über das Berliner U-Bahnfernsehen ärgert, sei ihm zugestanden, auch wenn wir ansonsten durchweg positive Rückmeldungen unserer Fahrgäste auf das Informationsmedium haben. Dass er aber, wenn auch nur im Konjunktiv, darüber nachdenkt, die Fernseher „einen nach dem anderen“ kaputtzuschlagen, hätte meiner Ansicht nach den zuständigen Kollegen auf den Plan rufen müssen. Denn gerade der Tagesspiegel kritisiert regelmäßig den Anstieg der Vandalismuskosten bei der BVG. In diesem Jahr liegen wir bei neun Millionen Euro für die Beseitigung von Vandalismus und Graffiti. Angesichts solcher Summen hätte ich mir von Ihrem Blatt mehr Fingerspitzengefühl erwartet beim Redigieren der Rubrik.

Andreas Sturmowski, Vorsitzender

des Vorstandes der BVG, Berlin

BERLIN II

„Streit um Kopftuch-Broschüre des Senats“ von Sabine Beikler vom 8. September

Anstatt Musliminnen zu ermutigen, für ihr Kopftuch zu kämpfen, sollte man sie ermutigen, es abzulegen. Auch über das Recht, ein (religiöses) Leben ohne eingebundenen Kopf zu führen, sollten muslimische Frauen aufgeklärt werden. In diesem Land sind Männer und Frauen gleich. Das Kopftuch ist auch ein politisches Symbol. Es signalisiert, dass die Trägerin mit der minderen Stellung der Frau im Islam einverstanden ist. Die Fundamentalisten werden sich über die Kopftuch-Broschüre freuen.

Hella Mey, Berlin-Frohnau

0 Kommentare

Neuester Kommentar