Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

MOBILITÄT

Zur geplanten Einführung

eines Seniorentickets in Berlin

Dem (so bezeichneten) „Deutschen Eckrentner“, mit einer monatlichen Rente von etwa 1000 Euro, von der oft zwei Personen leben müssen, nutzt diese Karte herzlich wenig. Zwölf mal einhundert Euro für zwei Monatskarten würden den Etat vieler älterer Paare, die mit diesem Einkommen auch nicht unter die sozial Hilfsbedürftigen fallen, völlig überstrapazieren und manch andere Einschränkung mit sich bringen. Denn diese Gruppe muss nämlich überall voll zahlen. Der einzige Vorteil wäre, dass man sich, wenigstens im Winter, mit seinem Stullenpaket, Thermosflasche und Lektüre auf die tägliche Rundreise in beheizten Zügen machen kann. Vielleicht könnte man an U- oder S-Bahnen auch noch einen Toilettenwagen anhängen oder einen rollenden Kiosk. Da täten sich für BVG und DB völlig neue Geschäftsfelder auf.

Eine wirklich preiswerte Jahreskarte, wie es diese ja in einigen Städten gibt wäre realitätsnäher. Wenn gut verdienende Politiker wüssten, was das ist.

Christian Hill, Berlin-Mariendorf

VERANTWORTUNG

„Was keine Schule schafft“

von Jutta Hertlein vom 16. September

Darauf habe ich so lange gewartet: endlich hat jemand den Mut, deutlich zu sagen, wer die Verantwortung für die Bildung der Kinder hat: Die Eltern! Wie viele berühmte Menschen sind geworden, was sie sind bzw. waren durch die Unterstützung der Eltern und Verwandten. Wer seine Kinder liebt, sorgt dafür, dass Interessen geweckt und Begabungen gefördert werden, in eigener Verantwortung. Es ist eine der schönsten Aufgaben.Viele Wissensangebote sind kostenlos, Zuwendung erst recht. Fragen beantworten macht Spaß, regt selbst zum Nachdenken an, man braucht nur Zeit. Eltern, die sich diese Zeit nicht nehmen, haben in meinen Augen versagt, unabhängig von Stand und Einkommen.

Mary Joy Knothe,

Berlin-Charlottenburg

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