Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

BERLIN

„Gewalt gegen Busfahrer soll härter

bestraft werden / Mindeststrafe von zwei Jahren gefordert / Serie von Angriffen auf BVG-Personal reißt nicht ab“

von Jörn Hasselmann vom 7. Oktober

Nicht das Strafmaß ist das Problem, sondern die Ignoranz von Politik und BVG-Unternehmensführung gegenüber der Gewalt im öffentlichen Nahverkehr. Offenbar kam der Vorschlag von Herrn Korte nur dadurch zustande, weil ein Bekannter von ihm Prügel bezog.

Aber was ist mit all den weniger prominenten Opfern? Seit Jahren versucht die BVG sich darin, das Problem klein zu reden; ihr reicht es offenbar völlig, dass in des in diesem Jahr nur (!) 91 Attacken gab, was ich nur als Ausdruck der geringen Wertschätzung des eigenen Personals deuten kann.

Der Grund dafür ist doch, dass eine effiziente Gewaltvermeidung den Einsatz von mehr Personal erforderlich macht, und zwar Personal, dass auch in der Lage ist, solchen Tätern wirksam zu begegnen. Nur dadurch können Personal und Fahrgäste wirklich geschützt werden.

Solange BVG und Politik jedoch nicht gewillt sind diese Sicherheit zu finanzieren, solange ist ein höheres Strafmaß völlig wirkungslos, weil es an der Grundsituation gar nichts ändert.

Oliver Wahl, Panketal

BRANDENBURG

„NPD und DVU sind besiegbar“, Kommentar zur Kommunalwahl von Frank Jansen

vom 6. Oktober

Die Vermutung, die meisten hätten bei der Kommunalwahl „ein rechtsextremes Trio angekreuzt“, liegt nahe. Alle, die bei den Stimmauszählungen dabei waren, berichten aber etwas ganz anderes: Dass nämlich die Kreuze quer über den Stimmzettel gingen.

Es schien kein Widerspruch zu sein, gleichzeitig die Linke, vormals SED, und DVU zu wählen. Die Prämisse hieß: Hauptsache extrem. So gerechnet sind 100 000 Stimmen doch 100 000 Wähler und das Wahlergebnis von 30 Prozent der sogenannten Linken wären von Herrn Jansen weniger schwärmerisch zu bewerten. Ebenso wie die Abneigung der demokratischen CDU mit extremistischen Parteien zusammen zu arbeiten.

Petra Dahms, Beiersdorf,

Märkisch-Oderland

LESERLOB

für den Tagesspiegel

Seit einiger Zeit hatte ich den Wunsch, Ihnen zu schreiben, um Ihnen zu sagen, wie zufrieden ich mit Ihrer Zeitung bin. Ich liebe viele Rubriken, besonders aber die Kulturseiten, sie sind hervorragend gestaltet. Besonders gut gefallen mir auch die ersten acht Seiten. Noch einmal möchte ich mich bedanken für die Berichterstattung, die ohne Übertreibungen auskommt.

Helga Gräfin zu Rantzau,

Berlin-Lichterfelde

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