Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

RECHT UND GESETZ I

„Autofahrer in Blitzlichtgewitter / Die Polizei bestreitet, dass die Zahl der Kontrollen seit dem Streikende zugenommen hat“

von Tanja Buntrock vom 28. November

Super! Ich bin auch Autofahrer und ich bin der Meinung, dass diejenigen bestraft werden müssen, die sich nicht an die Spielregeln halten. Der Einbrecher wird bei einem weiteren Bruch auch eine Strafe erwarten.

Eva-Maria Beier, Berlin-Tegel

RECHT UND GESETZ II

„Eine geräuschvolle Affäre“ von Frank Jansen und Ulrike Scheffer vom 26. November

Man mag von einer serbischen Politik gegenüber den Albanern halten, was man will, mit der Feststellung, dass die organisierte Kriminalität mit dem Kosovo einen eigenen Staat bekommen habe, liegt Belgrad weitgehend richtig. Schließlich bezeichnen selbst Albaner Pristina als „Welthauptstadt der Zuhälter“. Das alles ist natürlich kein Geheimnis – außer für die blauäugigen Westeuropäer, denen es gar nicht schnell genug gehen konnte mit der Anerkennung der Souveränität des Kosovo.

Der EU-Beitritt des Kosovo ist bestimmt auch nur eine Frage der Zeit – schließlich haben mafiöse Strukturen noch nie eine Aufnahme in die Europäische Union verhindert. Man denke nur an die Beitritte Rumäniens und Bulgariens! Und sollte das Problem der organisierten Kriminalität dank des Schengener Abkommens und der abenteuerlichen föderalen Architektur unserer Sicherheitsbehörden weiterhin verstärkt auch nach Deutschland herüberschwappen, wird dieser Sachverhalt wie gehabt durch die Verantwortlichen ignoriert, banalisiert oder schöngeredet.

Rainer Kientopf, Berlin-Staaken

RECHT UND GESETZ III

„Im Namen der Eltern“

von Werner Kurzlechner vom 27.November

Wenn der Tagesspiegel die Jugendrichterin Frau Heisig als eine Richterin beschreibt, die sich „dadurch einen Namen gemacht habe, dass sie Gefängnisstrafen für Jugendliche nicht scheut“, könnte beim Leser der Eindruck entstehen, dass in Berlin die Verhängung von Jugendstrafen eine Frage des Mutes und nicht eine von richterlichen Rechtskenntnissen sei. Es sei der Leserschaft versichert, dass alle 42 Berliner Jugendrichterinnen und Jugendrichter, trotz teilweise starken medialen, politischen oder öffentlichen Drucks, ihre Spruchpraxis zu verschärfen, immer mit professioneller Gelassenheit ihrem Auftrag, allein nach Recht und Gesetz zu urteilen, gefolgt sind.

Helmut Frenzel, Richter am Amtsgericht, Fachbereichsleiter (Jugend),

Amtsgericht Berlin-Tiergarten

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