Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

BERLIN I

„Koalition einig über Raucherlokale“

von Lars von Törne vom 23. Januar

Man kann an der Regelungsmanie mancher Politiker schier verzweifeln: Was macht es für einen Sinn, in einer Kneipe, in der geraucht wird, die Zubereitung von einfachen Speisen zu verbieten? Wenn die Kneipe eine kleine Küche hat, ist sie in aller Regel schon wegen der Geruchsbelästigung in einem gesonderten Raum untergebracht. Warum das verbieten? Wenn in der Kneipe ein Kochtopf für Würstchen steht oder eine Mikrowelle, welchen Gefahren setzt man sich dann aus, die nicht ohnehin in den Speisen lauern? Wer sich aus welchen Gründen auch immer nicht in eine Kneipe begeben will, soll es sein lassen. Oder sollte man vielleicht auch die Currywurstbuden verbieten, weil deren Kunden der schadstoffbelasteten und potenziell krankmachenden Innenstadtluft ausgesetzt sind? Gibt es keine dringenderen Probleme, an denen die Politiker ihre Regelungswut austoben können?

Aber nicht verzweifeln, verehrte Kneipenliebhaber, die nächsten Wahlen stehen vor der Tür!

Gerd Maaß, Berlin-Lankwitz

BERLIN II

„Ruhmreiches Berlin“

von Harald Martenstein vom 11. Januar

Der Artikel ist hübsch geschrieben, aber die vom Autor gesetzte Pointe, wonach Marlene Dietrich wegen eines Widerspruchs ihrer Angehörigen weder an der einen Stelle (Friedrichstadtpalast) noch an der anderen Stelle (Filmmuseum) verewigt werden kann, ist falsch. Die Familie von Marlene Dietrich hat es tatsächlich abgelehnt, in der Friedrichstraße vor dem Friedrichstadtpalast verewigt zu werden, weil Marlene Dietrich dort nie aufgetreten ist. Die Familie von Marlene Dietrich ist aber durchaus einverstanden – und das wissen die Verantwortlichen seit längerer Zeit –, dass die Schauspielerin in den „Boulevard der Stars“ aufgenommen wird. Kommt dieser Boulevard zustande, wird also Marlene Dietrich dabei sein, unmittelbar vor dem Filmmuseum, das ihre größten Schätze beherbergt, pflegt und ausstellt.

Frieder Roth, München

BERLIN III

„Heizwasser aus dem Gewächshaus / Zur Grünen Woche präsentierten sich niederländische Gärtner im Sony-Center als Energieerzeuger“ vom 16. Januar

„Abgasfrei gewinnen wir mehr Energie, als wir hineinstecken.“ So einfach habe ich mir die Erfindung des Perpetuum Mobile nicht vorgestellt.

Gerhard Blum, Berlin-Britz

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben