Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

DISKUSSION

„Darwin und das Wunder des Lebens“

von A. Kekulé vom 18. Februar und „Auf einer Linie" von W. Prosinger vom 11. Februar

Die aktuellen Berichte zur Sterbehilfe durch Herrn Kusch und einem jetzt ergangenem Verbot seiner Aktivitäten und zum Tode der Italienerin Eluana zeigen, dass wir noch lange nicht am eigentlichen Problem angekommen sind. Natürlich ist der individuelle Wille höchstrangig. Bei den Fällen des Herrn Kusch geht es aus meiner Sicht eindeutig um aktive Beihilfe zum Selbstmord, hier sollte uns immer jeder Versuch recht sein, andere Wege zu suchen.

In vielen Schicksalen wird aber ein ehrwürdiger Tod durch sinnlose Ernährung oder eine Magensonde verhindert. Jedem kranken Baum oder jedem kranken Tier wird mehr Achtung zur Beendigung des Leidens entgegengebracht als den vielen biologischen Präparaten, bei denen das eigentliche menschliche Leben längst und sicher endgültig bei Hirntod erloschen ist. Wir brauchen zunächst eine Diskussion über unmoralische Sterbensverhinderung. Da können weder Papst noch Berlusconi oder andere Übermenschen helfen.

Dr. Wolf-Jürgen Schwerdtner,

Berlin-Lichterfelde

VERGLEICH

„USA: Mehr Nato-Einsatz in Afghanistan“ von C. von Marschall vom 20. Februar

Ist die Verdoppelung der US-Truppen auf 60 000 Mann Obamas neue Afghanistanpolitik? Auch mit den zusätzlichen Soldaten der Verbündeten wird Afghanistan nicht zu befrieden sein. In Vietnam, das nur halb so groß wie Afghanistan ist, waren 540 000 US-Soldaten im Einsatz und haben trotzdem eine militärische Niederlage erlitten. Und wer jetzt glaubt, dass mit den kommenden Wahlen in Afghanistan eine positive Wende im Land einsetzt, der blendet die derzeitige Lage vollkommen aus.

Dr. Hans-Dieter Seul,

Berlin-Lichterfelde

BEDÜRFNISSE

„Die Grauzone“ vom 15. Februar

Der Artikel interessierte mich in zweifacher Hinsicht: 1. Ich begrüße das Bestreben der Industrie und Dienstleistungsunternehmen, sich mehr auf die Bedürfnisse älterer Bürger einzustellen – endlich. 2. Was ich aber befremdlich finde, sind die vielen Anglizismen, die von den Wissenschaftlern verwendet werden. Was sollen Begriffe wie „Silver Economy“, „Seniorplace“, „Best Agers“ „Smart Homes“? Gibt es dafür keine deutschen Bezeichnungen?

Ruth Klockmann, Berlin-Pankow

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