Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

SCHULE

„Dauerkranke Lehrer“ vom 11. März

Wowereit wollte seinerzeit Berlin zu Lasten der Lehrer retten. Die konnten die jetzige Entwicklung voraussagen. Drei zusätzliche Unterrichtsstunden pro Woche verlangen entsprechende Vor-und Nachbereitungszeit. Wenn dann eine Lehrkraft erkrankt, müssen auch die drei Stunden mehr des kranken Kollegen abgedeckt werden. Von wem? Na, von denen, die noch nicht krank sind. Die werden es mit Sicherheit etwas später. Nicht absehbar? Zumindest nicht für die Zahlenjongleure, die in verantwortlicher Position alles (vor allem Menschen) aufs Zahlendasein reduzieren.

Michael Ulrich, Berlin-Steglitz

GLAUBE

„Gott trifft Darwin“ vom 13. März

Schön, dass in dieser Pseudodebatte Monsieur Laplace das letzte Wort hat, der ohne Schöpfer-Hypothese auskommt. Ähnlich hat sich auch Brecht geäußert: Einer fragte Herrn K., ob es einen Gott gäbe. Herr K. sagte: „Ich rate dir, nachzudenken, ob dein Verhalten je nach der Antwort auf diese Frage sich ändern würde. Würde es sich nicht ändern, dann können wir die Frage fallenlassen. Würde es sich ändern, dann kann ich dir wenigstens noch so weit behilflich sein, dass ich dir sage, du hast dich schon entschieden: Du brauchst einen Gott.“ Dr. Erhard Schwandt,

Berlin-Waidmannslust

KRISE

„40 Billionen vernichtet“ vom 10. März

Ich frage mich, wo dieses Geld geblieben ist? Wurden 40 Billionen einfach mit Benzin übergossen und angezündet? Ersetzt werden muss es wohl von denjenigen, denen es abgeknöpft wurde: den Kleinen. Doch wo ist die Knete? Sie wird doch bestimmt in irgendwelchen Banken auf den Konten irgendwelcher Krisengewinnler liegen.

Karl-Heinz Roch, Berlin Steglitz

SPRACHE

„Intelligenzbestien für Obama“ vom 5. März

Der Begriff „Inteligenzbestien“ weckt negative Assoziationen. Der Duden versteht unter darunter eine „saloppe“ Bezeichnung „ für Person, die ihre Intelligenz in auffallender Weise nach außen hin zeigt“. Der Begriff ist eindeutig negativ konnotiert. Der Verfasser will ihn aber positiv verstanden wissen. Schließlich ist von Nobelpreisträgern die Rede.

Dr. Eva Krüger, Berlin-Grunewald

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