Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

KONSEQUENZ

„Pankower Kostproben / Verbraucherschutz-Stadtrat Jens-Holger Kirchner geht furchtlos im Bezirk der Ekel-Listen essen – obwohl ihm mancher Wirt böse ist“ von Nana Heymann vom 18. März

Rasch haben wir uns an Stichproben im Sport gewöhnt und applaudieren der Entlarvung so manchen Betrügers. Die Medien sorgen für Öffentlichkeit und große Karrieren nehmen ein jähes Ende. Regelverletzer werden gesperrt oder ausgeschlossen und erfahren gesellschaftliche Ächtung. Hartes Durchgreifen und konsequentes Handeln der Sportverbände führten zu einer Eindämmung des Missbrauchs von irregulär leistungsfördenden Aufputschmitteln und gern wird schon in manchen Disziplinen neuerdings von „sauberem Sport“ gesprochen.

Die Aktion des Bezirksamtes Pankow ist zu begrüßen: Kochkünste sind die Kür, Sauberkeit und Hygiene sind Pflicht. Wer das nicht beherzigt, gehört an den Pranger!

Peter Schimmelpfennig,

Berlin-Wilmersdorf

KONFLIKT

„Der Westen kuscht“

von Stephan J. Kramer vom 19. März

Der Autor wirkt angstneurotisch: Er befürchtet oder prophezeit sogar die atomare Vernichtung Israels, falls „der Westen“ bzw. Amerika nicht „umfassende Sanktionen“ vornimmt, die „das Überleben des (iranischen) Regimes infrage stellen“. Meint er damit, dass die USA die iranischen Atomanlagen präventiv zerstören sollten, da „Israels militärische Möglichkeiten weitaus geringer“ sind? Es gibt auch andere vom Fundamentalismus bedrohte Atommächte, z. B. Pakistan. Sollten deren Anlagen alle präventiv zerstört werden? Und wo sind „die Bürger der freien Welt“, für die „der Atomtod von einigen Millionen Juden kein Grund zur Aufregung“ wäre? Durch solches Denken sind schon Kriege ausgelöst worden.

Ingeborg Jacobs, Berlin-Lichterfelde

Krise

„Zumwinkeln, bis der Vorhang fällt!“

von Moritz Rinke vom 17. März

Bisher habe ich etwas so Geistreiches wie Witziges zu der elenden Finanzkrise noch nicht gelesen. Als einziger Begriff in den von Herrn Rinke genannten Themenkomplexen zum Inhalt einer Farce fehlt mir nur einer, der gleichzeitig den Kern trifft: Schamlosigkeit!

Renate Sommereisen,

Berlin-Nikolassee

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