Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

FINANZKRISE

„Die neoliberale Revolution frisst ihre Kinder / Eine kurze, pointierte Geschichte

der Finanzkrise“ von Norbert Blüm

vom 20. März

Der Beitrag war eine der besten „Positionen“, die in den letzten Jahren im Tagesspiegel veröffentlicht wurden. Herzlichen Glückwunsch an den Autor Norbert Blüm und vielen Dank an den Tagesspiegel für den Abdruck.

Michael Cramer (Grüne), MdEP,

Brüssel

VERGLEICH

Zur im Sommer bevorstehenden

Rentenanhebung

2,41 Prozent für die Rentner. Eine Erhöhung, die Gewerkschaften in den letzten Jahren schroff zurückwiesen und die zu teilweise recht beeinträchtigenden Streiks führte. Über viele Jahre nahm man es hin – und nun sehen wir Rentner, wofür wir bescheiden waren. Banken krachen, brauchen Hilfe – natürlich nicht Millionen. Bitte gleich mal richtig zulangen – Milliarden werden allen Ortes gefordert und gegeben.

Ich bin sehr resigniert – von der die Kaufkraft steigernden Erhöhung werden mir 20 Euro monatlich zustehen. In den letzten sechs Jahren stieg meine monatliche Miete um 40 Prozent, von dem Preisverfall durch den Euro gar nicht zu reden.

Gewiss bin ich nicht die Einzige, die sich bei der Aussage „deutliche Steigerung“ veräppelt fühlt.

Marita Hammerschmidt,

Berlin-Frohnau

GEFÜHLTE ZEIT

Zur heutigen Umstellung

auf die Sommerzeit

Dieses Thema treibt mich früh aus den Federn. Da denken Schüler über einen späteren Unterrichtsbeginn nach, und was machen wir? Heute beginnt die Sommerzeit.

Die alleinerziehende Mutti bringt ihr Kind jetzt eine gefühlte Stunde früher in den Kindergarten, unsere Jüngsten beginnen in der Schule den Unterricht eine Stunde früher.

Ich in meinem Rentnerdasein gewöhne mich langsam daran, dann aufzuwachen und aufzustehen, wenn es meine innere biologische Uhr vorgibt und nicht das Weckradio. Herrlich, wenn nicht gerade die Stadtreinigung tätig ist oder der Nachbar mit seiner Schlagbohrmaschine.

Nebenbei, die Sommerzeit wurde aus Energiespargründen eingeführt. Die neueren Untersuchungen zu den Fernseh- und Computergewohnheiten der Deutschen bezüglich der Einschaltzeiten sprechen eindeutig dagegen, dass Energie gespart wird.

Lutz Rodowski,

Berlin-Tegel

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