Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

BERLIN I

„Unbearbeitete Wohngeldanträge bleiben immer länger liegen“ vom 8. Mai

Bis zu 23 Wochen kann es dauern, bis ein Wohngeldantrag bearbeitet ist. Das kann doch nicht war sein! Gerade die Menschen, die einen solchen Antrag stellen, sind es in der Regel doch, die dieses Geld besonders nötig brauchen. Diesen Menschen fast ein halbes Jahr Wartezeit zuzumuten, ist untragbar, vor allem in einer Stadt, in der beide Regierungsparteien den Begriff „sozial“ im Namen tragen. Wenn die Mitarbeiter der Bezirksämter die Bearbeitung der Anträge nicht in einem angemessenen Zeitraum bewältigen können, müssen eben zusätzliche ab- oder eingestellt werden. Die zusätzlichen Kosten liegen im Vergleich zu den Summen, die den Banken im Moment hinterhergeworfen werden, wohl im Bereich „Peanuts“.

Erika Radloff, Berlin-Reinickendorf

BERLIN II

„Bald hoch hinaus am Hauptbahnhof“

von Ralf Schönball vom 6. Mai

Die Heidestraße soll in einen „Boulevard“ verwandelt werden. Autos und Lastwagen sollen ausgebremst werden! Dann müßte unbedingt für den Zufahrtsverkehr zum Tiergartentunnel aus dem Berliner Norden eine leistungsfähige Trasse in Verlängerung der Amrumer Straße über den Schifffahrtskanal westlich der Bahngleise ausgebaut werden.

Peter Beste, Berlin-Tegel

TÜRKEI

„Familienstreit endet im Massaker“ von Thomas Seibert vom 6. Mai

Meine türkischen Freunde und ich sind empört über solche Schandmorde, die mit Ehre nicht das Geringste zu tun haben. Es ist wieder ein Beweis dafür, dass die Türkei noch nicht die Mindestvoraussetzungen für einen EU-Beitritt gebracht hat. Gewiss hatte Ex-Außenminister Fischer recht, als er 2003 sagte, die Türkei sei ein „gemäßigtes moslemisches Land“, aber es reicht nicht, Gesetze zu modernisieren. Sie müssen vor Ort auch mit Leben erfüllt werden.

Günter H. Schullenberg, Düsseldorf

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