Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

NAHVERKEHR

„Taxifahrer boykottieren Tegeltarif“

von Rainer W. During vom 2. Juli

Der Protest der Taxifahrer gegen die Qualitätsoffensive der Berliner Flughäfen ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Flughafenstandort Berlin-Brandenburg versucht sich als Standort Nummer drei nach Frankfurt und München aufzubauen, und konkurriert hier insbesondere mit Düsseldorf. Die Taxifahrer müssen schnellstens eine Lösung finden, um das Image unseres Flughafenstandortes nicht weiter zu gefährden.

Holger Voss, Berlin-Spandau

AUSGABENPOLITIK

Zum Berliner Haushalt

Es ist nicht zu fassen! Berlin ist pleite! Kein Geld für Bildung und Gesundheitswesen. Bekäme ich für jedes Loch in den Straßen (nur in Wilmersdorf) einen Euro bräuchte ich einen Monat nicht zu arbeiten. Öffentliche Gebäude haben seit Jahren keine frische Farbe gesehen. Parks verlottern, Bezirks-Bibliotheken habe verkürzte Öffnungszeiten oder werden geschlossen – alles aus Geldmangel. Aber wir bauen eine neue Kunsthalle und eine Landeszentralbibliothek. Vielleicht sollten die kleinen Bezirksbibliotheken in „Wowi“-Bibliotheken umbenannt werden. Damit dürfte der Eitelkeit Genüge getan werden.

Irene Nitz Berlin-Wilmersdorf

FLUGVERKEHR

Zum Flugzeugabsturz vor den Komoren

Häufig wird bei Flugunfällen das Alter der verunfallten Maschine erwähnt, so wie beim Crash vor den Komoren. Es handelte sich offensichtlich um einen 19 Jahre alten Airbus A 310. Das Alter eines Flugzeuges ist jedoch noch kein entscheidendes Kriterium zur Beurteilung von Flugunfällen, sofern die vom Hersteller vorgegebenen A-,B-,C- und D-Checks vorschriftsmäßig von qualifizierten Servicebetrieben unter Verwendung zertifizierter Ersatzteile durchgeführt werden. Die bei der Luftwaffe für Regierungsflüge eingesetzten Flugzeuge des Typs A wie die verunfallte Maschine sind immerhin mehr als 20 Jahre alt. Und sie können auch für weitere Jahre ihren Dienst tun - ob sie dabei rentabel weiterbetrieben werden können, ist eine andere Frage.

Für die Sicherheit eines Flugzeuges zeichnen in erster Linie die ordnungsgemäße Wartung sowie die qualifizierte Ausbildung der Crew verantwortlich. Eine nicht vorhandene Schwimmweste, zerrissene Sitzbezüge oder eine schmuddelige Kabine sind zwar ärgerlich, gehören gegebenenfalls auch zu sicherheitsrelevanten Reklamationen der Inspektoren auf EU-Flughäfen, sind aber nicht ursächlich für einen Flugzeugabsturz.

Thomas Strauch, Berlin-Lichterfelde

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