Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

FAMILIE

„Stinos ohne Heimat“ von Malte Lehming vom 3. September

Den seltsamen Begriff von „Bürgerlichkeit“ mal beiseite – Herr Lehming lässt bei seiner Aufzählung ausgerechnet diejenigen „ledigen Kinderlosen“ weg, die am folgenreichsten in der Familien- und Reproduktionspolitik (Verhütung, Abtreibung...) mitmischen, lokal und global, und die nicht mal schwanger werden können: die katholischen Kirchenmänner. Die könnte der Zuruf „Vormachen“ vor allem in Verlegenheit bringen. Ansonsten vertritt auch manche kinderlose Schatten-Frau aus Steinmeiers SPD-Team reproduktionspolitisch kirchennahe Positionen – die Ministrantin Andrea Nahles, Barbara Hendricks aus dem Zentralkomitee Deutscher Katholiken …

Prof. Dr. Cillie Rentmeister,

Michendorf

GESCHICHTE

„Ehre, wem Ehre gebührt“

von Stephan-Andreas Casdorff

vom 26. August

Es ist höchste Zeit, die heilige Kuh von unbescholtenen, tapferen Wehrmachtssoldaten endlich zu schlachten. Den gab es nämlich nicht. Der Zweite Weltkrieg war von der ersten Minute an ein hoch krimineller Vernichtungskrieg, mit dem Hauptziel, die „jüdische Rasse“, wie den „slawischen Untermenschen“ auszurotten.Damit wurde jeder Soldat automatisch Mittäter am bisher größten und einmaligen Verbrechen in der Menschheitsgeschichte, das ist leider so und lässt sich durch nichts aus der Welt schaffen.

Tapfer war es, sich zu verweigern, damit seinen eigenen Tod zu riskieren. Feige war es, weiter mit der Masse mitzuhalten. Und skandalös ist es für uns, für unsere Bundesrepublik, das die wenigen, die sich verweigert haben, bis heute als rechtskräftig verurteilte Verbrecher bei uns gegolten haben.

Henrike Fürst, Berlin-Zehlendorf

GETRÄNKE

„Wie Politik gemacht wird“

von Robert Birnbaum vom 28. August

In dem Artikel wird behauptet, ich hätte seinerzeit gemeinsam mit dem Abgeordneten Kleinert im Bundeshausrestaurant „unter flaschenweiser Mitwirkung der Witwe Cliqot“ Gesetze ausgeknobelt. Das ist falsch. Richtig ist, dass ich weder mit dem Abgeordneten Kleinert noch sonst im Bundeshausrestaurant auch nur eine einzige Flasche Veuve Cliqot getrunken habe. Ich habe im Gegenteil den Abgeordneten aus gegebenen Anlass einmal bitten müssen, seine Rede zu beenden.

Dr. Dr. h.c. Burkhard Hirsch (FDP), Bundestagsvizepräsident a. D., Düsseldorf

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