Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

GEISTERSTUNDE

„Jetzt wird streng nach Gesetz kassiert

/ Senat will keine Ausnahme für

Sonntagsöffnung in Bahnhöfen zulassen –

Bezirke sollen kontrollieren“

von Ferda Ataman und Sigrid Kneist

vom 16. September

Was im Märchen auf eine Stunde von Mitternacht bis ein Uhr beschränkt ist, soll in Berlin gleich ein 24-Stunden (Non-) Event werden. Wenn es nach dem Willen der seltsamen Allianz aus Verdi, Linkspartei und Handelsverband geht, wird der Hauptbahnhof demnächst für alle, die ihn als Reisende oder allein wegen seiner Attraktivität besuchen, zum Geisterbahnhof.

Dieses florierende Eiland in der sonntäglichen Dienstleistungswüste soll ausgetrocknet werden. Schließlich kann sich jeder, der einen Ausflug sonntags nach oder in Berlin machen möchte, mit Stullen eindecken. Mitbringsel oder gar Klamotten kaufen – wozu? Konsum- oder Wüstenklima? Klar, wofür Berlin sich entscheidet.

Juliane Freifrau von Friesen,

Berlin-Steglitz

SCHWERPUNKTE

„Aus Mangel an Beweisen“

von Dagmar Dehmer und Michael Schmidt vom 16. September

Da fährt die Deutsche Marine vor Somalia Patrouille, um die Piraterie dort einzudämmen, und wenn sie dann mal einen Erfolg zu verzeichnen hat, müssen die „mutmaßlichen“ Piraten wieder freigelassen werden. Da scheinen entweder die rechtlichen Voraussetzungen für den Einsatz nicht optimal zu sein oder die Marine hat schlampig gearbeitet. Beides ist nicht hinnehmbar, der Einsatz sollte beendet werden. Die Operation „Atalanta“ kostet den deutschen Steuerzahler viele Millionen Euro, die wir zu Hause in sinnvolle Projekte wie die Bildung unserer Kinder stecken könnten. Viele Schulen und Kitas sind mittlerweile so marode, das man sie kaum noch nutzen kann.

Knut Baumann, Berlin-Neukölln

MEINUNGSFREIHEIT

„Kunst und Zensur / Kein Mut ist gratis“ von Christiane Peitz vom 18. September

Ganz herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Genau so ist es. Zwischen „Zuvielwollen“ und „Alles verstehen“ gibt es das klare und eindeutige Eintreten für ganz elementare Menschenrechte wie die Meinungsfreiheit – wenigstens bei uns in Deutschland noch! Warum tun sich so viele so schwer damit (übrigens auch in Ihrer Zeitung zuvor)?

Günter Nooke, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Berlin-Mitte

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