Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

KOPFTUCHDEBATTE

Zum Porträt der Islamkritikerin Seyran Ates vom 22. September

Seyran Ates weiß, wovon sie spricht. Was sagt eine Mutter mit Kopftuch ihrer vielleicht dreijährigen Tochter in der Kinderkarre (ich habe das kleine Gespann mit eigenen Augen gesehen), warum sie bei sommerlicher Hitze ein Kopftuch tragen muss? Das hat nichts mit Religion und schon gar nichts mit Selbstbestimmung zu tun. Ich glaube nicht, dass kleine Mädchen mit eingebundenem Kopf, die man immer öfter im Straßenbild sieht, das Kopftuch aus eigenem Willen tragen.

Mit falsch verstandener Toleranz nehmen wir ihnen jede Chance, ein freies Kinderleben ohne Zwang zum Kopftuch zu führen mit Sport- und Schwimmunterricht und viel Spaß bei Klassenreisen.

Hella Mey, Berlin-Frohnau

SCHULPFLICHT

„Neukölln plant soziale Eingreiftruppe“ von Werner van Bebber vom 15. September

So lobenswert die Idee ist, so ist auch zu erwarten, dass es bis zur Umsetzung einige Zeit dauern wird: Finanzierung, Stellenausstattung ect. dauern immer länger, als gedacht. Daher ein Vorschlag: Bei allen Transferleistungsbeziehern (Bedarfsgemeinschaften Harz IV oder Sozialhilfe), bei denen schulpflichtige Kinder mit einbezogen sind, soll jeweils monatlich der regelmäßige Schulbesuch nachgewiesen werden; die Eltern erhalten einen Vordruck, in dem die jeweilige Schule bestätigt, dass das Kind regelmäßig die Schule besucht hat. Im Falle von unentschuldigten Fehltagen erfolgt eine Kürzung der Hilfe. Damit wäre ein gesteigertes Interesse der Eltern am regelmäßigen Schulbesuch ihrer Kinder gewährleistet, einer Schulabbrecherkarriere entgegengewirkt, ebenso sonstigen, schon vielfach beklagten Fehlentwicklungen gerade von schulverweigernden Kindern und Jugendlichen.

Georg v. Boroviczény,

Berlin-Zehlendorf

STUDIUM

„Mit dem Bachelor ganz nach oben“

von Oliver Günther vom 24. September

Herr Günther schreibt: „Mit dem Bachelor kann bereits nach drei Jahren Vollzeitstudium ein berufsqualifizierender Abschluss erworben werden“, was auch die überall verkündete Überzeugung der Politiker ist, siehe zum Beispiel das Berliner Lehrerbildungsgesetz. Dort findet man den Satz: „Die dreijährigen Bachelorstudiengänge führen zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss für bestehende und noch zu entwickelnde Berufsfelder außerhalb des Lehramtes.“

Prof. Dr. Dirk Ferus, Berlin-Lankwitz

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