Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

FERNSEHTURM

„Einsame Spitze: Berlins schönster Aussichtspunkt wird 40“ von Lothar Heinke

Leider muss ich mit diesem Brief Wasser in den Jubelwein gießen. Meiner Auffassung nach ist der Fernsehturm auch ein Symbol des Fanatismus der Ulbricht-Zeit. Mit der Planung für die neue sozialistische Stadtmitte sollte die historische Stadt fast vollständig abgeräumt werden. Die städtebaulichen Verheerungen jener Jahre verhindern bis heute eine Reurbanisierung der Berliner Innenstadt. Meiner Meinung nach muss – im Rahmen einer kleinteiligen Neugestaltung der historischen Mitte – langfristig auch über eine bauliche Umgestaltung des Fernsehturms oder seine Verlegung nach Friedrichshain – ohne die persönliche Intervention Ulbrichts wäre der Fernsehturm nicht in der historischen Mitte realisiert worden – ernsthaft diskutiert werden.

Markus Erich-Delattre, Hamburg

BETRAUM

„Senat prüft Berufung gegen Gebetsraum-Urteil / Verwaltungsrichter sprachen 16-jährigem Muslim Recht auf Gebet an Schule zu“ von Patricia Hecht

und Sandra Dassler vom 30. September

Dieses Urteil ist für mich der Anfang vom Ende der Trennung von Staat und Kirche. Demnächst werden andere verlangen, dass Räucherstäbchen angezündet werden und möglicherweise ein Gebetsteppich kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Und das in einem Land, wo noch nicht einmal die Lern- bzw. Lehrmittelfreiheit gewährleistet werden kann. Geschweige denn, dass in Ganztagsschulen Essen oder Obst möglich ist.

Beate Zupan, Berlin-Tempelhof

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