Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

IDEALFIGUR

„Gehweg statt Catwalk“

von Joachim Huber vom 6. Oktober

Die Ankündigung der „Brigitte“, keine professionellen Magermodels mehr zu engagieren, sondern prominente und unbekannte Frauen, die bei keiner Agentur eingetragen sind, halte ich für einen reinen Werbegag. Denn die Agenturen haben genug Models, die in Kleidergröße 36 oder 38 passen und sich sehr über einen Auftrag freuen würden. Fakt ist, dass die nicht superdünnen Models Schwierigkeiten haben, an Jobs zu kommen, wenn sie nicht in Größe 34 passen.

Inger Gasenzer, Berlin-Lankwitz

ATOMAUSSTIEG

Zu den Koalitionsverhandlungen von Schwarz-Gelb

Die Atomlobby fordert von der neuen Bundesregierung unter anderem die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke. Das ist verständlich, denn jeder Tag, an dem ein abgeschriebenes Atomkraftwerk Strom produziert, bringt den Konzernen eine Million Euro. Ich bin aber der Meinung, dass Merkel und Westerwelle nicht wegen ihrer positiven Haltung zur Atomenergie gewählt wurden, sondern trotzdem.

Die Bürgerinnen und Bürger werden es bald satt haben, dass sie die Atomkonzerne mit jährlich mehr als zwei Milliarden Euro subventionieren. Im Gegensatz zu Öl und Kohle gibt es nämlich keine Steuern auf Uran und Plutonium. Außerdem fehlt eine volle Haftpflichtversicherung für die Konzerne bei einem Unfall. Und auf den Kosten für den Atommüll bleibt auch der Steuerzahler sitzen. Wenn die Atomkonzerne also jetzt am Atomausstieg rütteln, um ihre Gewinne zu maximieren, dann darf die Politik nicht einknicken.

Oliver Neuheuser, Frankfurt am Main

STADTSCHLOSS

„Zurück auf Los / Das Berliner Schloss steht unter einem schlechten Stern. Es droht ein Debakel“ von Falk Jaeger

vom 30. September

Es ist eine herrliche Perspektive und kein Debakel, das unsägliche Neubau- Schlossgespenst endgültig zu vertreiben und die Bäume dort in den blauen Himmel wachsen zu sehen. Auch der Fernsehturm sowie das Rote Rathaus stellen reizvolle Aussichten dar.

Theresa Keilhacker, Berlin-Moabit

0 Kommentare

Neuester Kommentar