Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

ENTWICKLUNGSHILFE

„Peking spendiert Milliarden“

von Wolfgang Drechsler vom 9. November

Der Beitrag schildert sehr anschaulich, dass die vielen Milliarden, die Peking nach Afrika fließen lässt, hauptsächlich dem eigenen Nutzen dienen. Darf man sich bei dieser Sachlage nicht doch fragen, ob die mehreren hundert Millionen Euro deutsche Entwicklungshilfe für China nicht besser nach Afrika umgeleitet würden?

Hermann Ulich, Berlin-Schmargendorf

U-BAHN-BAU

„Neue Nutzung für U-Bahnhof gesucht / Station Französische Straße wird nach Bau der U 5 geschlossen. Denkmalgeschützte Anlage soll aber nicht abgerissen werden“ von Klaus Kurpjuweit vom 13. November

Zwar ist noch nicht der erste April aber manchmal denkt man beim Senat oder der BVG ist das Datum schlicht vorgezogen. Nun wird also der U-Bahnhof Französische Straße nur stillgelegt aber nicht abgerissen. Was spricht eigentlich für keine Stilllegung des U-Bahnhofes? Am Geld kann es kaum liegen, werden doch zurzeit bei der U 5 Millionen über Millionen für Luxusbahnhöfe verplant. Insgesamt eine Entscheidung die Verwunderung auslöst. Kishon lässt grüßen.

Thomas Hansen,

Berlin-Märkisches Viertel

HARTE ZEITEN

„Merkel sieht die Krise kommen / In ihrer ersten Regierungserklärung nach dem Wahlsieg stimmt die Kanzlerin auf harte Zeiten ein“ von Stephan Haselberger und Hans Monath vom 11. November 2009

Angela Merkel hat Recht mit ihren warnenden Worten, dass die Krise noch lange nicht beendet ist.

Allerdings muss sich die Bundeskanzlerin auch die Kritik gefallen lassen, zu deren Bewältigung eindeutig zu wenig zu tun. Denn in der verspäteten Regierungserklärung setzt sie sich mit den Gründen für die gegenwärtige Misere kaum noch auseinander, sondern verweist lediglich auf ein konjunkturelles Problem.

Damit entsteht der Eindruck, dass an den Finanzmärkten keine weiteren Reformen mehr anstehen und die Akteure so weiterspielen können wie bisher. Ein ziemlich schlechtes Signal für die Zukunft, zumal kurzfristige Renditegier auch dazu führt, in vielen Betrieben die Mitarbeiter schlecht zu behandeln. Die Folge ist eine Marktwirtschaft, die das Attribut sozial nur verdient, wenn man es wie die FDP danach definiert, dass die Schwachen auf die Starken Rücksicht zu nehmen haben!

Rasmus Ph. Helt, Hamburg

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben