Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

KLIMA I

Zur Berichterstattung über den bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen

Vor ein paar Tagen konnte man lesen, dass eine der wenigen verbleibenden Strategien gegen die zunehmende Erwärmung der Städte das Anlegen vieler großer Grünflächen sei. Im Berliner Tiergarten wird seit Jahren das Gegenteil veranstaltet. Der östliche Teil wird mit einem irrsinnig dichten Netz von Pisten überzogen zulasten der Natur und der Atemluft. Parkwege sehen anders aus. Statt einer sanften Parkpflege wird ein massiver Straßenbau als Konjunkturprogramm durchgezogen, weil man das Geld irgendwie ausgeben muss. Angesichts der noch verfügbaren Millionen kann einem angst und bange werden. Das Wort von der „touristischen Infrastruktur“ ist nur ein provokanter Euphemismus. Wo sind die Politiker, die diesen Irrweg erkennen und dem Treiben ein Ende setzen?

Siegfried Spolwig, Berlin-Hansaviertel

KLIMA II

„Klimakiller Nummer eins / Kohle ist weltweit der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung“ vom 14. November

Eine Tonne Rohbraunkohle, wie sie im Kraftwerk verbrannt wird, enthält rund 360 kg Kohlenstoff. Daraus entstehen bei der Verbrennung 1320 kg Kohlendioxid, ein Volumen von 744 Kubikmetern. Diese müssen aus dem Rauchgas entfernt, komprimiert und verflüssigt werden. Das unter einem Druck von 67 bar stehende flüssige Kohlendioxid, rund 1,3 Kubikmeter, muss abtransportiert und in den Untergrund verpresst werden. Die Kosten dürften erheblich sein.

Dr.-Ing. Klaus-Peter Rolff,

Berlin-Frohnau

WIRTSCHAFT I

„Dubai ist klamm“ vom 26. November

Kaum hat es mal ein paar positive Berichte über die Entwicklung der Weltwirtschaft gegeben, kommt schon die nächste Hiobsbotschaft, bei der alles andere als klar ist, welche Auswirkungen sie letztlich auf die deutsche Wirtschaft haben wird. Ich befürchte, dass noch weitere Staaten die eine oder andere Leiche im Keller haben. Was mit dem Euro passiert, wenn zum Beispiel Griechenland oder einem anderen EU-Mitglied der Staatsbankrott droht, können wir uns alle ausmalen.

Renate Kappe, Berlin-Friedrichshain

WIRTSCHAFT II

„Hessen gegen GM-Pläne für Opel“

vom 27. November

GM möchte Opel sanieren, aber möchte dafür auch Staatshilfen. Das Ganze läuft anscheinend nach dem Motto: Wer am meisten bietet, behält die Arbeitsplätze in seinem Land.

Carsten Meyer , Hamburg

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