Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

KULTUR

„Neue Netze / Das Goethe-Institut blickt nach Europa“ vom 10. Dezember

Toll, das Goethe-Institut wird moderner: Zwar wolle man kein „nation branding“, besser sei „public value“. Deshalb auch das Programm „Fit for Campus“. Und das Projekt „The Promised City“ spricht doch für sich. Wie war das mit dem Vereinszweck des Instituts: Förderung der deutschen Sprache und Vermittlung eines umfassenden Deutschlandbildes? Aber „ohne Nahkompetenz keine Fernkompetenz“. Aha! Goethe versteht das bestimmt.

Dr. Joachim Hinze, Berlin-Lübars

KUCHEN

Zur Lesermeinungsseite vom 6. Dezember

Die vom Tagesspiegel abgedruckten Leserbriefe zu meinem Artikel über die „Armut in Deutschland“ haben mich erstaunt. Ganz davon abgesehen, dass sich auch nicht einer der Absender mit den von mir erwähnten Fakten, Zahlen und Argumenten befasste, ist das Unwissen, die ideologische Voreingenommenheit und die teilweise durchscheinende Aggressivität erschreckend. In seinem neuen Buch „Marktwirtschaft in der Zwickmühle“ beschreibt Altbundespräsident Roman Herzog die deutsche Vorliebe, den innerdeutschen Verteilungskampf vor allem vom Gesichtspunkt der Gleichheit zu betrachten. Er bemüht das Beispiel einer kreisförmigen Torte: es geht nicht nur darum, welchen Anteil sich eine gesellschaftliche Gruppe sichert, was sie letzten Endes realiter erhält, hängt von ihrer Größe ab. Wir haben genug, die sich um die Verteilung des Kuchens kümmern, aber immer weniger, die zeigen, wie man einen größeren Kuchen backt.

Hans-Olaf Henkel, Berlin-Mitte

DINNER

„Keine Schmusekatzen“

von Dieter Hanisch vom 10. Dezember

Muss man ein Luxus-Dinner vor einem Tigerkäfig zelebrieren? Und wie toll ist es, wenn dann noch Blut fließt und dem Dompteur der Arm zerfetzt wird. Schmeckt das Steak dann besser?

Dorit Beste, Berlin-Tegel

STAATSHILFE

„General Motors legt sich mit Brüderle an“ von Henrik Mortsiefer vom 6. Dezember

Opel darf keinesfalls sterben; denn schon Mozart gab im „Don Giovanni“ einen Hinweis auf diese urdeutsche Marke, indem er – als Palindrom verkleidet – den Diener des Opernhelden liebevoll „Oller Opel“ nannte - das ist von hinten gelesen „Leporello“.

Erich Roth, Berlin-Lichtenrade

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