Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

GESPART

„So kann’s gehen / Darf ich Thunfischverbot erteilen?“ von Elisabeth Binder

vom 13. Dezember

Ihre Antwort auf die Frage, ob man Menschen den Verzehr von bedrohten Arten vermiesen sollte, fand ich sehr schön. Aber Ihren Hinweis auf die Reduzierung des Wasserverbrauchs fand ich hier in Berlin kontraproduktiv. Der geringe Wasserverbrauch in Berlin führt dazu, dass die Kanalisation mit Trinkwasser durchspült werden muss, weil sonst die Rohre kaputtgehen würden, wir eine Rattenplage hätten, es aus dem Untergrund zum Himmel stinken und die Filter in den Kläranlagen den zähen Schlamm nicht mehr bewältigen würden. Darüber hinaus müssen wir elektrische Pumpen laufen lassen, um Wasser bester Qualität in die Spree zu pumpen, weil sonst etwa Köpenick absaufen würde. Ein Wannenbad pro Woche und Toiletten ohne Spartasten würden in Berlin wirklich helfen.

Juliane Freifrau von Friesen,

Senatorin a. D., Berlin-Steglitz

VERSCHWENDET

Zum Tunnelbau an der Wilhelmstraße

Abgeordnete und Mitarbeiter des Bundestages lassen sich einen Tunnel von 50 Meter für 7,5 Millionen Euro bauen, damit sie nicht im Regen eine Straße überqueren müssen. Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel hätte es auch getan. Auch die Ablehnung der Fußgängerbrücke (gestörtes Stadtbild) ist nicht nachzuvollziehen, aber Geld ist ja reichlich vorhanden.

Doris Oberländer, Berlin-Karlshorst

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