Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

RELIGIONEN

Und es gibt ihn doch – den Islam! / Nach dem Attentat auf den Zeichner der Mohammed-Karikaturen“ von Hamed Abdel-Samad vom 5. Januar

Erfreulich, dass in der schwerfälligen Islam-Debatte wieder ein Tagesspiegel-Artikel konkrete Anregungen aufzeigt. Klar ist, dass Regeln für ein verträgliches Zusammenleben erreicht werden müssen, und dass jeder und jede Beteiligte den Weg dazu im eigenen Umfeld mit Kopf und Herz suchen kann.

Liegt hier nicht auch eine wahre Herausforderung für die religiösen Gemeinschaften? Ihre stetige Erfahrung mit oft leidvoller Abgrenzung und mit erleichternder Toleranz einzubringen, um selbständig, aktiv, respektvoll den Dialog zu entwickeln?

Sepp Seyfert, Berlin-Steglitz

KULTUR

„Stadt, Land, Schluss / Berlins Bezirke: Wer nicht an Mitte grenzt, gerät ins Abseits“ von Uwe Lehmann-Brauns

vom 7. Januar

Das Plädoyer von Herrn Lehmann- Brauns für eine dezentralere Kulturpolitik in allen Ehren. Abgesehen davon, dass sich Charlottenburg nicht unbedingt außerhalb der Mitte Berlins befindet, wie sich aus seiner Anspielung schließen lässt, scheint es ihm aber vor allem entgangen zu sein, welche Theater es in dem Bezirk tatsächlich gibt! Die Tribüne etwa, eines der ältesten und traditionsreichsten Berliner Theater, gibt es nach nur kurzer Unterbrechung bereits wieder seit September 2009! Die Tribüne, wie übrigens auch das Renaissance-Theater, das Herr Lehmann- Brauns nicht zu kennen scheint, leisten damit einen Beitrag, Charlottenburg in kultureller Hinsicht eben nicht zur „Provinz“ geraten zu lassen.

Tobias Meier, Tribüne,

Berlin-Charlottenburg

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