Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

FORSCHUNG

„Cern auf Kollisionskurs“ von Ralf Nestler vom 1. April

Der Teilchenbeschleuniger Cern ist angelaufen. Man erfährt, dass es gelungen ist, irgendwelche Teilchen zur Kollision zu bringen, und glaubt nun, den „Urknall“ simuliert zu haben. Für Physiker sicher hochinteressant, aber was ist der Nutzen dieser teuren Experimente? Können mit den Erkenntnissen, die da gewonnen werden, irgendwelche Probleme dieser Welt gelöst werden? Die Neugier hoch qualifizierter Fachleute ist verständlich. Wenn diese Leute ihr Hobby nun selbst finanzieren würden, wäre dagegen auch gar nichts einzuwenden, aber die Milliarden kommen bekanntlich zu großen Teilen aus Steuermitteln und da erlaube ich mir die Frage, wie und wann diese Summen wieder eingespielt werden?

Wolfgang Neumann,

Berlin-Siemensstadt

SCHILDA

„Chaos im Schilderwald / Tausende

Verkehrszeichen sind ungültig geworden, aber noch nicht ausgetauscht“

von Fatina Keilani vom 25. März

Zuerst dachte ich an einen Aprilscherz, aber das traf nicht zu. Da sitzen erwachsene Leute in den Parlamenten, die wohl nichts weiter zu tun haben, als das Geld der Steuerzahler völlig sinnlos aus dem Fenster zu werfen für den Austausch alter Staßenschilder gegen neue, deren Änderung im Erscheinungsbild kaum jemandem auffällt und deren Sinn sich auch nicht geändert hat. Würden Politiker für diesen Unsinn persönlich zur Kasse gebeten, würden sie sicher die alten Schilder weiter stehen lassen. Bremst denn niemand diesen Irrsinn? Unsere Volksvertreter haben es erreicht: Schilda gibt es nicht nur im Märchen.

Prof. Dr. Dieter Baumgarten, Berlin-Buckow

BERECHNUNGEN

„Im Fluss / Der Rhein ist offenbar 90 Kilometer kürzer als bisher angenommen“

vom 29. März

Bei den Berechnungen von Bruno Kremer könnte es sich auch um einen Flop handeln. Er hat die Flusslänge am Oberlauf des Rheins an Karten ausgemessen. Nach eigener Aussage (sueddeutsche.de) hat er das mit Hilfe der neuesten amtlichen topografischen Karten getan. Zu dieser Gruppe gehören Karten mit dem Maßstab 1:10 000 bis 1:150 000. Bei einer Karte mit dem Maßstab 1:100 000 schrumpfen 100 Meter in der Wirklichkeit auf nur einen Millimeter auf dem Papier! Kleine Flusswindungen, die am Oberlauf häufig sein dürften, sind unsichtbar. Ich vermute, dass man nur durch Auswertung der Vermessungsdaten die wirkliche Länge findet.

Prof. Dr. Dieter Böning,

Berlin-Lichterfelde

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