Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

MARKTWIRTSCHAFT

„Der Osteraufstand verpufft / Politiker drohen der Mineralölindustrie wegen der Benzinpreise. Die zeigt sich völlig unbeeindruckt“ von Kevin P. Hoffmann vom 7. April

Abgesehen von der kuriosen Konstruktion, dass der Kunde an der Tankstelle Steuer auf Steuer (Mehrwertsteuer auf Mineralölsteuer) bezahlt, stellt sich doch die Frage ob das Kartellamt überhaupt willens ist oder über geeignete Mittel verfügt, Preisabsprachen zu beobachten. Zumindest in Berlin ist Woche für Woche zu beobachten, dass an einem Tag (nicht immer der gleiche!) der Wettbewerb ausgesetzt hat und stadtweit eine Plafonierung der Preise an allen Tankstellen konstatierbar ist. Die Interessenlage der Beteiligten liegt auf der Hand: Staat und Mineralölwirtschaft profitieren von hohen Spritpreisen, die Mehrzahl der Bürger nicht.

Jürgen Mann, Berlin-Schöneberg

FLUGHAFENGELÄNDE

„Tempelhofer Feldversuch“

von Stefan Jacobs vom 9. April

Na endlich ist dem Senat ein Licht aufgegangen und das Tempelhofer Feld wird für die Bevölkerung freigegeben. Das Datum ist allerdings etwas verfehlt, wird doch zum gleichem Zeitpunkt Schönefeld zur Besichtigung freigegeben, doch der Berliner ist ja flexibel.

Vielleicht sollte man das alles auch mal von der touristischen Seite betrachten und z. B. einen dauernden Zille-Markt mit entsprechenden gastronomischen Einrichtungen planen. Eine Freilichtbühne für aufstrebende Talente wäre angebracht und würde ebenfalls zur Unterhaltung beitragen. Des Weiteren sollte man den Zaun vielleicht etwas freundlicher gestalten und für das Grillen bzw. Benutzen der Fläche einen Obolus verlangen, der bei Zurücklassens eines sauberen Platzes zurückerstattet wird. Insgesamt eine positive Entscheidung, die hoffentlich Früchte trägt und das übereilige Schließens Tempelhofs, etwas vergessen lässt.

Thomas Hansen,

Berlin-Märkisches Viertel

MEISTERHAFT

„Die Weichzeichnerin“

von Robert Birnbaum vom 8. April

Wer unsere Bundeskanzlerin kritisiert, hat offenbar vergessen, dass sie schon in frühen CDU-Jahren die gelehrigste Schülerin von Helmut Kohl, dem Meister im Aussitzen von Problemen, war. Ich bin der Überzeugung, dass Frau Merkel ihn mit ihrer Ernsthaftigkeit in dieser Disziplin noch übertreffen möchte, die der Volksmund „Beamtenmikado“ nennt: Wer sich zuerst bewegt, fliegt raus.

Nikolaus Petersen, Berlin-Schöneberg

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