Leserbriefe :  KURZ & BÜNDIG 

NPD–VERBOT

„Reden ist Blech“ von Frank Jansen

vom 26. Februar

„Child Survivor“ ist, wer als Kind den Nazi-Terror erlebt und als eines von wenigen überlebt hat. Ich gehöre dazu und meine: Alles, was einem Verbot von Rechtsradikalen entgegensteht, muss beseitigt werden, auch wenn das Verbot nicht sofort kommt.

Dr. Philipp Sonntag, Berlin-Steglitz

VERKEHR

„Bahn warnt: Zugfahren könnte ungemütlich werden“ von Klaus Kurpjuweit

vom 26. Februar

Die „Warnung“ der Bahn, dass Zugfahren auf den Regionalstrecken „ungemütlich“ werden könnte, klingt etwas hohl und ist wohl eher die Reaktion eines Monopolisten, der fürchtet, seine privilegierte Stellung zu verlieren. Ich bin auf einigen Strecken des Regionalverkehrs in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs gewesen, die nicht mehr von der Deutschen Bahn oder einer ihrer Töchter betrieben wurden. Weder in den Zügen der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft noch bei Veolia war es ungemütlich oder unbequem. Auf der Oderlandbahn in Richtung Küstrin, zum Beispiel, waren der Service besser und der Zug sauberer als zu Zeiten der Deutschen Bahn. Und von unbequemen Sitzen konnte keine Rede sein.

Und wenn vor dem Wegfall der Mehrzweckabteile gewarnt wird, kann man auch das nicht ernst nehmen: Schon heute ist es nicht einfach, bei der Bahntochter S-Bahn Berlin oder bei DB Regio mit einem Kinderwagen oder Fahrrädern in einem der Mehrzweckabteile Platz zu finden, weil die dort befindlichen Klappsitze besetzt sind und von Fahrgästen nur sehr widerwillig oder gar nicht zugunsten von Kinderwagen oder Fahrrädern geräumt werden. Und: Wer jemals mit Gepäck mit einem der Regionalexpresszüge der Deutschen Bahn von Berlin an die Ostseeküste unterwegs war, wird kaum behaupten, dass die Zugfahrt gemütlich war. Für Gepäckstücke, die größer sind als eine Aktentasche, gibt es keinen Platz. Also stellt man sie irgendwo in den Gang, der dann kaum noch passierbar ist. Reisekomfort sieht anders aus.

Heinz-Peter Schwarz, Berlin-Spandau

Zu Gerhard Schröders Iranreise

Das Gesumse um Schröders Iranreise ist scheinheilig. Als Oskar Lafontaine vor zwei Jahren zu Friedensgesprächen in den Iran fliegen wollte, bekam er von den üblichen Verdächtigen aus Politik und Medienwelt verbale Schläge. Er vertrat ja auch keine Wirtschaftsinteressen.

Günther Wettlaufer, Berlin-Lankwitz

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