Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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WORT ZUM SONNTAG

Betrifft: „50 Jahre christliche Botschaften“ vom 8. Mai 2004

Mit Interesse habe ich Ihre Berichte gelesen. Vermisst habe ich eine Kritik von Senioren/innen an der späten Sendezeit, oft nach 23 Uhr! Am Samstagabend haben Wetter (seit kurzem) und Lotto (schon länger) vor 20 Uhr feste Sendezeiten. Warum gelingt es Vertretern der beiden Kirchen (oder Herrn Plog) nicht, das „Wort zum Sonntag“ zuschauerfreundlich und auch quotenstark von der ARD ebenfalls vor 20 Uhr zu senden? Nur einmal im Jahr, beim Grand Prix, wird den Kirchen erlaubt, ihren Beitrag um 20.55 Uhr und live zu senden. Ich wünsche den Kirchen soviel Durchsetzungskraft wie der Postbank bei den Börsennachrichten und Herrn Kachelmann bei den Wetterberichten!

Stefan Cadel, Meerbusch

BUNDESPRÄSIDENTENWAHL

Betrifft: „Verliebt in den Weg“ vom 18. Mai 2004

Die Parteien und alle „nur dem Gewissen verantwortlichen“ Vertreter dieser halten an Überholtem fest und wählen wie vorgegeben. Die Chance, Neues zu wagen, zu verändern, wird wieder vertan werden. Es wird bei uns keine Frau gewählt, denn es geht wie immer um Demonstration der Macht. Es geht wieder einmal nicht um unser Land.

Michael Richter-Kempin, Falkensee

ZEITUNGSMUSEUM

Betrifft: „Im Museum: die Geschichte der Tageszeitung“ vom 17. Mai 2004

Der Tagesspiegel berichtete in einer Agenturmeldung, in Wadgassen habe Deutschlands einziges Zeitungsmuseum eröffnet. Allerdings existiert mindestens ein weiteres Zeitungsmuseum in Aachen, das auch im Internet präsent ist: www.izm.de

Erik Strub, Berlin-Wannsee

BVG-KONTROLLEN

Betrifft: „BVG-Mann quittierte Bitte mit Faustschlag“ vom 17. Mai und „BVG reagiert auf Beschwerden“ vom 18. Mai 2004

Ich bin nicht erstaunt darüber, dass ein BVG-Angestellter einem BVG-Kunden ins Gesicht schlägt. Ob es nun ein BVG-Busfahrer oder ein BVG-Kontrolleur war, ich bin so oft von BVG-Angestellten aggressiv angeschnauzt worden, dass mir kein Vorfall besonders im Gedächtnis geblieben ist. In allen Fällen habe ich mich gehütet, durch Protest die Situation zu eskalieren. Erinnern kann ich mich an einen Vorfall, als ein BVG-Uniformierter an einer Bus-Haltestelle auf meine vorsichtige Frage, ob er mir eine Frage beantworten könne, mir wortlos den Stinkefinger zeigte und dann den Rücken zukehrte. Man fragt sich, was das für ein Management bei der BVG sein muss, das ein solches Klima erzeugt.

Dr. Hartmut Grebe, Berlin-Zehlendorf

MITBESTIMMUNG

Betrifft: „Macht der Personalräte soll beschnitten werden“ vom 19./20. Mai 2004

Sie erwecken den Eindruck, als sei es eine bewiesene Tatsache, dass das Berliner Personalvertretungsgesetz verfassungswidrig sei und deswegen der ganze störende Kram – Mitbestimmung im öffentlichen Dienst, Personalräte – gleich mal abgeschafft werden muss. Als Beleg führen Sie an: ein Gutachten! Die Feststellung, ob ein Gesetz verfassungswidrig ist, obliegt nicht einem Gutachter, sondern dem zuständigen Gericht. Von einem kritischen, investigativen Journalisten erwarte ich in einer solchen Situation Aufklärung über die Gründe, weshalb zum Sturm auf die Mitbestimmung geblasen wird.

Ilse Schaad, in der GEW zuständig für Personalvertretungsrecht, Berlin

VERGLEICHSARBEITEN

Betrifft: „Telefonkette vor der Matheklausur“ vom 19./20. Mai 2004

Nach allem, was ich in dieser Zeitung über die „Vergleichsarbeiten“ gelesen habe, ist der Schluss zwingend: Sie waren stümperhaft organisiert. Unglaublich, als gäbe es keine Abiturerfahrungen und das weit über ein Jahrhundert lang! Die Berliner Schulverwaltung hat sich blamiert – und zwar bundesweit. Herr Böger, ziehen Sie Konsequenzen!

Klaus Hertel, Studiendirektor i.R., Berlin-Kladow

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