Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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ÖFFENTLICHER DIENST

Betrifft: „Abgeordnete und Experten attackieren öffentlichen Dienst“ vom 12. Juni 2004

In 35 Jahren als Beamter im öffentlichen Dienst in Bayern habe ich genau diese Erfahrungen gemacht, die von der „Enquetekommission“ in Berlin angeprangert wurden – fehlende Kompetenz der Führungskräfte!

Peter Beste, Berlin

BANKENSKANDAL

Betrifft: „Landowsky sagt aus und lehnt jede Verantwortung ab“ vom 12. Juni 2004

Das waren ja herrliche Zeiten für Kreditnehmer! Sowohl die Mitarbeiter der Berliner Hypothekenbank als auch der Vorstand dieser Bank hatten keine Einflussmöglichkeiten auf die Kreditentscheidungen. Vielleicht waren ja auch dort die Pförtner die wichtigsten Personen: Wenn die Kreditnehmer an denen vorbeikamen, war wohl alles gelaufen.

Karl-Heinz Füllberg, Celle

TAGESSPIEGEL

Betrifft: die Hamburg-Ausgabe

Seit dem 1. Mai bin ich Abonnent Ihrer Zeitung. Ich finde sie von Tag zu Tag interessanter und damit lesenswerter. Mitte Mai wurde das Erscheinungsbild des Tagesspiegels neu gestaltet. Er ist noch übersichtlicher geworden. Während der Zeit meines Probeabos (zur Zeit der Hamburg-Wahl) erschien bei Ihnen täglich eine Hamburg-Seite. Leider fehlt nun die Seite. Ich denke, Sie haben in Hamburg viele zufriedene Abonnenten, die ebenfalls gerne eine Hamburgseite hätten.

Für die Zeit meines Urlaubs ließ ich den Tagesspiegel für 14 Tage nach Rhodt u.R. an der Weinstraße senden. Was mich sehr angenehm überraschte, war die Tatsache, dass der Tagesspiegel mit nur wenigen Ausnahmen mich noch am Tage seines Erscheinens erreichte. Das ist Rekord und fordert meinen Respekt! Abschließend möchte ich Sie bitten, über eine Hamburg-Seite nachzudenken.

Karlheinz Franke, Hamburg

MARKTWIRTSCHAFT

Betrifft: „Schmährufe aus den Wagenburgen“ vom 13. Juni 2004

Vielen Dank für die umfangreiche journalistische aber auch wissenschaftliche Expertise. Mir wurde wieder klar, dass die ungeplante private Wirtschaft chaotisch abläuft und deshalb wissenschaftlich nicht erfasst werden kann. Weder die Handlungen der Produzenten noch die der Verbraucher sind in irgendeiner Weise vorhersehbar. Das ist der Preis der vielfach beschworenen Freiheit der Wirtschaft. Wenn die Wissenschaft schon versagt, dann muss die Politik erst recht hilflos bleiben. Alle mit Verve vorgetragenen Vorschläge sind folgerichtig hochgradig spekulativ. Der finanzielle Entscheidungsspielraum der Bundesregierung liegt vielleicht bei plus minus 20 Milliarden Euro. Bei einem Sozialprodukt von zwei Billionen Euro bleibt dieser Betrag quasi wirkungslos. Solange es bei der Dominanz des Marktes bleibt, werden wir der Wirtschaft nur blind folgen können.

Heinz Kannenberg, Berlin-Lichtenrade

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