Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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ADOPTION

„Der Tag, an dem Viktoria bei uns ankommt“ vom 18. August 2004

Als begeisterte BerlinBesucherin kaufe ich oft den Tagesspiegel, um informiert zu sein, was sich kulturell in der Stadt tut. Im Übrigen schätze ich Ihr Feuilleton. Den Kauf des Tagesspiegels am 18. August habe ich bereut: Noch nie habe ich in Ihrer Zeitung einen so bösartigen Artikel gelesen. Obwohl keineswegs „Schröder-Fan“ finde ich die Unterstellung, Schröder habe das Kind adoptiert, um es als Wahlkampfmittel zu benutzen, einfach böswillig. Aber das ist nicht die einzige Unterstellung; in diesem Stil geht es ja weiter, dazu noch verfasst als „Brief an Viktoria“. Einfach geschmacklos, schlimmstes Yellow-press-Niveau!

Margret Heymann, Hamburg

Brillant, scharfsichtig, genial – wir verneigen uns dankbar für diese Worte vor „mrt“!

Hella und Reinhard Mey, Berlin-Frohnau

Bravo, Herr Martenstein, da haben Sie’s dem Kanzler aber richtig gegeben! Dass auf der letzten Seite desselben Tagesspiegels ein differenziertes Bild Schröders im Umgang mit der Öffentlichkeit gezeichnet wird, als Sie versuchen zu erwecken, egal. Die Leserin fragt sich voller Zorn, von wem hier und wofür ein kleines Kind, dessen Schicksal eben eine aus seiner Sicht glückliche Wendung genommen hat, ohne Scham benutzt wird.

Heide Höppner, Berlin-Lankwitz

STADTSPAZIERGÄNGE

„Stadt der Burgen“ vom 20. August 2004

Das wollte ich schon lange machen: Kurz aufhören zu arbeiten und eine Nachricht absetzen, dass ich seit Jahren den Tagesspiegel sehr gerne lese! Die Stadtspaziergänge sind so eine tolle Idee! Jeder kann sich auf die Socken machen und seine Stadt kennen lernen. Denn wir wissen ja alle, wie wir Berliner sind – raus aus unserem Kiez? Mal woanders was trinken gehen? Nee.

Viola Hackenberger, Berlin-Wilmersdorf

BERLINER LISTE

Wunderbar, Ihre Mini-Geschichten, die das Leben schrieb: Ist die Dame, die nicht weiß, wo sie „last minute“ ihren Urlaub verbrachte, nicht symptomatisch für unsere Zeit?

Alexa Pietzner, Berlin-Charlottenburg

BVG

„BVG hört auf den Rechnungshof – und bleibt spendabel“ vom 19. August 2004

Wenn die Direktoren und die leitenden Mitarbeiter der BVG auf den Dienstwagen verzichten und dafür öfter (vielleicht sogar täglich) mit Bus, Straßenbahn oder U-Bahn fahren würden, dann sähe manche kundenfeindliche Entscheidung anders aus. Die Führungskräfte kennen die Alltagsprobleme in ihrem eigenen Betrieb nur vom „grünen Tisch“, persönlich scheuen sie sich, das eigene Produkt „öffentlicher Nahverkehr“ zu nutzen. Sie wissen schon, warum.

Manfred Scholz, Berlin-Rudow

OLYMPIADE

„Das Grauen am Morgen“ vom 18. August 2004

Hallo, ein verzweifelter sportinteressierter TV-Zuschauer braucht Ihre Hilfe. Ich suche nach wie vor verzweifelt hautnahe olympische Live-Erlebnisse mit „zeitechten“ sachlichen Übertragungen bei ZDF und ARD. Gestern war wieder so ein Horrortag mit stundenlangen Interviews, Hintergrundberichten, Selbstdarstellungen, Clips usw., usw. Die vielen öffentlich-rechtlichen Reporter in Athen müssen aufgeweckt werden! Da

gibt es Olympische Spiele mit zig verschiedenen Sportarten! Auch Vorkämpfe können spannend sein! Aber eben live, nicht zeitversetzt, nicht als Zusammenfassung. ARD und ZDF sind abgeschlagen, in der Vorrunde ausgeschieden und haben sich für weitere anspruchsvolle sportliche Aufgaben (bisher) nicht qualifiziert.

Ralf Ostendorf, Berlin-Lichterfelde

BBI

„Schönefeld darf Großflughafen werden“ vom 14. August 2004

Na toll! Das Brandenburger Verkehrsministerium hat wider besseres Wissen und wider alle Vernunft den Planfeststellungsbescheid für einen Großflughafen in Schönefeld erteilt. Der Druck der herrschenden Parteien und der Lobbyisten war übermächtig. Man wird sofort an alte Zeiten erinnert, als die SED als alles beherrschende Partei ebenso willkürlich handelte. Ich bin wieder zu Hause – es lebe die DDR!

Bernd-Jürgen Möller, Berlin-Wilhelmshagen

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