Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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ZEITUMSTELLUNG

„Wer hat an der Uhr gedreht?“ vom 27. Oktober 2004

Alexander Kekulé hat in seiner gewohnt kompetenten und prägnanten Art sicher vielen Mitbürgern aus dem Herzen gesprochen. Eine Frage lässt leider auch Kekulé offen, und die ist für mich am wichtigsten: Was muss passieren, damit dieser Unfug endlich aufhört?

Jost Kremmler, Potsdam

Ich hatte drei Söhne in der Schule: morgens mussten sie irre früh raus, abends war es noch ewig hell und sie meinten, sie verpassen etwas, wenn sie bei Sonnenschein schlafen sollen. Man kommt aus dem Takt. Bitte diese blöde Sommerzeit wieder abschaffen. Wem nutzt es denn? Den Biergärten?

Antje Kuhnert, Berlin-Charlottenburg

EINKAUFSZENTREN

„Schöne Stadt statt Karstadt“ vom 23. Oktober 2004

Ihr Kolumnist Roger Boyes hat es in seinem Beitrag treffend auf den Punkt gebracht.

Das Einkaufen in Deutschland macht einfach keinen Spaß! Ein Bummel durch eine der von ihm beschriebenen Einkaufsstraßen – von den ätzenden Einkaufszentren der „Projektentwickler“ ganz zu schweigen – mit eintönigen Fassaden und ebenso eintönigen Schaufensterauslagen sowie der Gang zum Billigsupermarkt im Wohnviertel mit seinem minimalistischen Angebot, das gerade dazu reicht, das Verhungern der Bevölkerung zu verhindern, ist so erhebend wie ein Gang zum Landeseinwohneramt, wenn man seinen Personalausweis verlängern lassen will.

Michael Szczepaniak, Berlin-Karlshorst

HABSELIGKEITEN

„Das schönste deutsche Wort: Habseligkeiten“ vom 25. Oktober 2004

Bei dem Wort „Habseligkeiten“ fielen mir Worte wie armselig usw. ein. Sollten sie etwas mit Seligkeit zu tun haben? Der Duden kann das klären: „Habseligkeiten; das Wort ist in Analogie zu ,Armseligkeit, Trübseligkeit’ usw. gebildet; der zweite Bestandteil dieser Zusammensetzung ist nicht „Seligkeit“, sondern geht auf „sal“ zurück.“

E. Gross-Ekowski, Berlin-Grunewald

US-WAHL

„Fragen des Tages“ vom 18. Oktober 2004

Ihre Berichterstattung über internationale Angelegenheiten ist besser als in den meisten US-Zeitungen.

Christopher Iberle, Seattle (Washington) , USA

CHECKPOINT CHARLIE

„Kreuz mit dem Gedenken“ vom 28. Oktober 2004

Mit Interesse verfolge ich die Aktivitäten von Frau Hildebrandt am Checkpoint Charlie. Der Aufbau der Mauer ist so überflüssig wie ein Kropf. Mein Wunsch: dass die Bezirksregierungen Kreuzberg und Mitte das Treiben von Frau Hildebrandt kritisch beobachten.

Nikolaus Petersen, Berlin-Mitte

QUEEN-BESUCH

„Angst vor der Entschuldigung“ vom 29. Oktober 2004

Wenn Queen Elizabeth II. nach Deutschland kommt, soll sie endlich die Wahrheit sagen und sich offiziell für den Deutschland gestohlenen WM-Titel 1966 in England entschuldigen.

Jörg Mitschke, Berlin-Wilmersdorf

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