Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

-

CARMEN

„Die Wüste lebt“ vom 6. Dezember 2004

„Bist du der Teufel?“, fragt Don José sie im dritten Akt. „Qui“, nickt Domashenko. Und man glaubt ihr jedes Wort. Eine Carmen, die die Männer in den Wahnsinn treibt, die die Männer dazu bringt, mit Messern aufeinander loszugehen. Sich zu töten für die Liebe. Bühnenbilder mit großen, klaren Linien, die Bilder von bizarrer Schönheit produzieren. Wechsel von Licht und Schatten, die das Gute und das Böse im Menschen beleuchten. Musik, so lebendig dargeboten, transportiert Gefühle und Leidenschaft. Protagonisten, die überzeugen, und ein toller Chor.

Eine rundum gelungene Opern-Inszenierung, die es nicht verdient, von Kritikern zu Tode seziert zu werden. Ein Opernabend voller Genuss. Ein Gewinn für Berlin.

Thomas Grimm, Berlin-Moabit

HEINZ BUSCHKOWSKY

„Wege aus der Isolation“ vom 4. Dezember 2004

Der Bürgermeister von Neukölln, Herr Buschkowsky, ist offensichtlich ein Politiker mit Bezug zur Realität, der sich nicht durch parteipolitische Festlegungen am Denken hindern und durch so genannte Political Correctness in seiner Meinungsfreiheit einschränken lässt; der die Bürger nicht gebetsmühlenartig mit Vorwürfen der „Fremdenfeindlichkeit“, des „Rassenhasses“ u.ä. traktiert. Und schon bekommt er Zuspruch wie nie zuvor! Darüber wundere ich mich nicht. Und meinen Zuspruch hat er hiermit auch! Bei den Migranten, die in großer Zahl in unser Land strömen, fehlt es an Eigenleistungen, um in dieser Kultur heimisch zu werden. Noch ist die Bereitschaft der Bürger dieses Landes, Ausländer zu integrieren, beachtlich.

Maximilian Tschöp, Berlin-Zehlendorf

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben