Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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INTEGRATIONSPOLITIK

„Streit um Integration: Zu viel gefördert, zu wenig gefordert?“ vom 28. Dezember 2004

Langsam werden die Äußerungen des Neuköllner Bezirksbürgermeisters Buschkowsky unerträglich, berücksichtigt man, welche Politik seine Partei über Jahre – speziell in Neukölln – verfolgt hat. Assimilation oder Ausgrenzung war hier die Prämisse, Integration war nicht gefragt. Die Weiterbeschäftigung ausländischer Lehrer so genannter Vorlaufklassen, die der Integration von Migrantenkindern dienten, wurde von der Neuköllner SPD abgelehnt und dafür ein Ausländerausschuss mit dem Ziel eingesetzt, eine Zuzugssperre für den Norden des Bezirks zu erreichen. Dies sind Beispiele, die aber deutlich machen, dass nicht eine multikulturelle Politik in den zurückliegenden Jahren zur Situation in Neukölln geführt hat.

Wolfgang Ewert, Berlin-Tempelhof

MAUER-KREUZE

„Zeller will Mauer-Kreuze erhalten“ vom 30. Dezember 2004

Ich kann nicht beurteilen, auf welche Art und Weise das Bezirksamt Berlin-Mitte von Frau Alexandra Hildebrandt getäuscht wurde. Ich sehe das so: Das als „Kunst“ deklarierte Projekt ist in seiner tatsächlichen Dimension ein Vertragsbruch.

Schon aus diesem Grund allein, kann ein sofortiger Rückbau gefordert werden. Mir ist nicht bekannt, dass es ein Gesetz gibt, das das Aufstellen von Kreuzen an Straßen bzw. in der Stadt erlaubt. Ich habe von zwei betroffenen Angehörigen gelesen, dass das Aufstellen der Kreuze mit ihnen nicht abgestimmt und von ihnen nicht gewollt sei.

Berlin braucht keinen privaten Checkpoint Charlie und keinen privaten Mauerpark.

Heidemarie Grünheid, Berlin-Malchow

ATLANTIS

„Zu schön, um wahr zu sein“ vom 30. Dezember 2004

Immer wieder liest man in Zeitungen die abenteuerlichsten Spekulationen über Atlantis. Diese undurchsichtige Vielfalt hat wahrscheinlich auch Michael Zick dazu bewogen, den Bericht von Platon in das Reich des Mythos zu verweisen. Immer, wenn ich dergleichen lese, wundere ich mich, dass die Untersuchungen von Otto Muck so wenig bekannt sind, die er in seinem Buch „Alles über Atlantis“ zusammengefasst hat. Otto Muck bringt kulturgeschichtliche und geophysikalische Tatsachen und Ereignisse in einen für mich so schlüssigen Zusammenhang, dass es mir eigentlich sicher scheint, dass bei den Azoren vor etwa 8000 bis 9000 Jahren eine Landmasse fast verschwunden ist, die höchstwahrscheinlich Atlantis war.

Manfred Söllinger, Essen

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