Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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„Schuld und Bühne“ vom 12. Januar 2005

Noch blicke ich bei diesem Prozess nicht durch, aber fest zu stehen scheint, dass Günther Kaufmann einen Mord gestand, den er nicht begangen hat. Vielleicht verdient Kaufmann unser Mitleid. Auf jeden Fall aber verdient er eine Strafe wegen Behinderung der Justiz. Indem er gelogen hat, hat er dazu beigetragen, dass die wahren Mörder weiterhin auf freiem Fuß herumliefen – und für alle anderen Bürger eine Gefahr waren.

Michael S. Cullen, Charlottenburg

„Haltverbot auf der Straße des 17. Juni“ vom 8. Januar 2005

Ich finde es schade, dass die letzte Konsequenz fehlt und der Bezirk das Parken nicht durchgehend verbietet. Damit könnte ein kleines, aber wichtiges Zeichen für eine Verbesserung der Situation auf dieser Straße gesetzt werden. Warum müssen Erholungssuchende und Touristen mit dem Auto in den Tiergarten fahren? Damit erhöhen sie nur die Belastung des Parks. Das wiederum schmälert den Erholungseffekt. Außerdem ist der Tiergarten sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Thomas Bierbach, Berlin-Neukölln

„Straßenausbau auf Kosten der Anwohner“ vom 9. Januar 2005

Das Kopfsteinpflaster unserer Straße stammt aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Asphalt am Straßenrand ist zerbröselt, und die Fußwege sind zwar gepflastert, aber teilweise durch Baumwurzeln und durch Kabel- und Gasanschlüsse zu den Häusern recht holprig. Eine normale Instandhaltung wäre bereits eine Verbesserung. Sollen wir nun für die jahrzehntelange Vernachlässigung zahlen? Es ist ja völlig falsch zu meinen, der Ausbau einer Straße nütze den Anrainern. In Wohngebieten ist genau das Gegenteil der Fall – der Durchgangsverkehr nutzt die Schleichwege.

Barbara Naujokat, Berlin-Lankwitz

„Die Überlebenden von der Ostsee“ vom 13. Januar 2005

Der Artikel von Henryk M. Broder auf der Medien-Seite ist das Beste, was mir seit langem unter die Finger kam. Einfach wunderbar. Ein riesiges Lob an dieser Stelle!

Sirkka Dohse, Berlin-Spandau

„2050 droht Rente auf Sozialhilfeniveau“ vom 13. Januar 2005

Der Ratschlag, für das Alter vorzusorgen, ist ja ganz richtig. Aber ich kann verstehen, wenn Menschen lieber später als heute schlecht leben. Ich hatte stets Lebensversicherungen, um für das Alter vorzusorgen. Aber wenn man erst mal arbeitslos wird: Um meine aus Gehaltsanteilen bezahlte Direktversicherung hat mein Arbeitgeber mich betrogen. Plötzlich war der Versicherungsschein nicht mehr auffindbar. Meine Lebensversicherungen, die ich zusätzlich hatte, musste ich verwenden, um erst meine Existenz zu sichern (nach Hartz IV wären sie sowieso weg bis zum Renteneintritt). Da nützt die ganze Vorsorge gar nix.

Barbara Burbach, Berlin-Kreuzberg

„Menschenrechtler wollen neue Ermittlungen in Folteraffäre“ vom 13. Januar 2005

In was für einer Welt leben wir eigentlich, wenn dem Täter mehr Hilfe zuteil wird als dem Opfer. Es wird Zeit, dass sich die Organisationen, die sich für Menschenrechte einsetzen, sich ihres Namens bewusst werden und sich für echte Menschenrechte einsetzen. Oder ist es rechtens, dass einer gescheiterten und gesellschaftsschädigenden Person mehr Rechte eingeräumt werden, als ihren Opfern? Ich glaube, darüber sollten auch unsere Gesetzgeber einmal tiefer nachdenken.

Gerhard Boerk, Berlin-Wedding

„In trockenen Tüten“ vom 2. Januar 2005

Es ist mir ein – seltenes – Bedürfnis, mich bei Ihnen für ein besonders schönes Leseerlebnis zu bedanken. Der Artikel „In trockenen Tüten“ von Sarah Khan hat mich köstlich amüsiert! Sowohl das Thema als auch der Stil, die Art und Weise, haben mich nachhaltig begeistert. Vielen Dank, Frau Khan!

Susanne Schmidt, Berlin-Steglitz

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