Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

-

HOLOCAUST

„Die Rampe“ vom 29. Januar 2005

Ich bin Roger Boyes sehr dankbar dafür, dass er eindrucksvoll und zutreffend dargelegt hat, warum die Baupläne an der Rampe des Bahnhofs Grunewald nicht verwirklicht werden dürfen. Dass manche Investoren sich um historisch sensible Orte einen Dreck scheren, ist schlimm genug.

Wenn aber das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf Baupläne genehmigen sollte, die diesen Gedenkort gefährden, wäre dies unerträglich. Dann könnten wir uns Gedenkfeiern und mahnende Worte gegen das Vergessen des schändlichsten Kapitels unserer Geschichte im letzten Jahrhundert, wie wir sie gerade dieser Tage wieder zu Recht gehört haben, sparen, weil sie durch gegenteiliges Handeln ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

Wiltrud Weber, Berlin-Dahlem

TAGESSPIEGEL

Ich versuche mir regelmäßig freitags den Tagesspiegel zu kaufen. Als Erstes lese ich dann die Nachrufe und genieße es, ein wenig durch das Schlüsselloch in die faszinierenden Lebensläufe zu schauen. Als jemand, der mit der WAZ zufrieden sein muss, freue ich mich immer, wenn ich mit dem Tagesspiegel eine hoch informative und gleichzeitig gut zu lesende Zeitung in der Hand halte. Dafür einfach mal Danke!

Barbara Hamsen, Essen

BEWAG

„Die Marke Bewag hat ausgedient“ vom

3. Februar 2005

Na klasse, darauf mussten wir anderthalb Jahrzehnte warten: Wir haben wieder einen VEB: Vattenfall Europe Berlin. Wilfried Hendricks, Berlin-Heiligensee

ARD

„Wickerts Würstchenbude“ vom 2. Februar 2005

Öffentlich-rechtliche Nachrichten unterscheiden sich nach wie vor grundsätzlich von privaten – auch beim Thema Michael Jackson. Wie Autor Joachim Huber schon richtig in seinem Artikel ausführte: Bei den „Tagesthemen“ am Montag war der Beginn des Prozesses gegen den Sänger die Schlussmeldung, bei Privatsendern der Aufmacher. Daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass die Unterschiede zwischen beiden Nachrichtensystemen nur noch graduell und nicht mehr generell seien, ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar. Allein die Reihenfolge dieser Information innerhalb der Sendungen und damit die nachrichtliche Gewichtung des Themas spricht wohl für sich.

Rudi Küffner, ARD-Pressesprecher, München

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben