Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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DIEPGEN

„Diepgen kandidiert für den Bundestag“ vom 2. Juni 2005

Typisch Berliner CDU, kurzes Intermezzo, so tun als wenn man sich reformiert, aber wenn es um Macht und Posten geht, zurück zu den Alten. Meine Partei hat die nächste Chance zur Reform verpasst, die Devise in Berlin heißt wieder „Weiter so“.

Ralf Böttger, Berlin-Rudow

JÜTERBOG

„Märkischer Stadtspaziergang 8 – durch Jüterbog“ vom 1. Juni 2005

„Die Schürze ist länger als der Rock, das Mädchen kommt aus Jüterbog“. Dieser Spruch fällt mir auch 65 Jahre später noch spontan beim Namen Jüterbog ein. Das bezog sich auf die dortige Tracht.

Klaus Graefen, Berlin-Lichtenrade

SSV HACHENEY

„Helden aus der Asche“ vom 20. Mai 2005

Wollte nur kurz und ganz privat meinem Entzücken über Ihre Reportage zum SSV Hacheney Ausdruck verleihen, die zu lesen sprachlich, bildlich und in ihrem liebevoll-ironischen Grundton ein Genuss war. Allein schon Reinhold Beckmann als „sprechende Krawatte“ apostrophiert zu sehen, war die Lektüre wert. Zur phonetischen Umschrift des regionüblichen Idioms hätte ich Verbesserungsvorschläge: „Kannze“ statt „Kannse“, „Hömma“ statt „Hörma“. Und wie der Manni Burgsmüller redet, weiß ich leider nicht, aber im Pott heißt es oft „gezz“ statt „jetz“. Herzliche Grüße von einem, dem seine Herkunft aus diesem herzlich gebeutelten Stück Deutschland noch was bedeutet,

Dr. Dawid Danilo Bartelt, Pressesprecher amnesty international, Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.

SCHMERZTHERAPIE

„Der Arzt kennt keinen Schmerz“

vom 13. Mai 2005

Eine moderne Schmerzbehandlung im Krankenhaus setzt geschultes Fachpersonal voraus. Das kostet Geld, heißt besonders in Berlin: sparen. In Zeiten, wo ein Berliner Krankenhauskonzern, der mit seinen neun Kliniken dreißig Prozent der Berliner Bevölkerung versorgt, seine einzige (!) Schmerztherapieeinheit – wie kürzlich geschehen – schließt, sollten die Patienten ihren Anspruch auf eine qualifizierte, den heutigen Standards entsprechende Schmerztherapie verstärkt anmelden. Schmerztherapie sollte zum Qualitätsmerkmal einer Klinik werden.

Verstöße gegen die ärztliche Pflicht zur angemessenen Schmerztherapie können als Behandlungsfehler zivil-, straf- und berufsrechtliche Folgen auslösen.

Dr. Hartmut Hagmeister, Charité Virchow Klinikum, Schmerzambulanz, Berlin

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