Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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MERKEL

„Der Tag, an dem das Wort ,durchregieren’ erklärt wird“ vom 6. Juli 2005

Es verwundert mich ein wenig, dass kein Gedanke auf den Begriff „durchgreifen“ verwendet wurde. Ob dieser dem „Versprecher“ der Kanzlerkandidatin nicht am nächsten lag, weil sie vielleicht denkt, das sei am notwendigsten?

Franz Giesen, Berlin-Mitte

FISCHER

„Ich sehe die Angst in den Augen von Union und FDP“ vom 7. Juli 2005

Wie groß muss die Angst eines Joschka Fischer vor dem „Linksbündnis“ sein, wenn er mit derlei grobschlächtigen Antworten um sich schlägt? Ich sehe zwar nicht die Angst in seinen Augen, aber ich lese sie zwischen den Zeilen.

Alois Stiegeler, Bünde

SCHRÖDER

„Der Tag, an dem ,Bild’ Kanzler war“ und „Nur kein Versprechen“ vom 2. Juli 2005

Ich weiß ja nicht, ob und wie Spitzenleistungen beim Tagesspiegel honoriert werden, aber ich nominiere jedenfalls Joachim Hubers „Habemus Misstrauen“ für einen Extrabonbon. Ich habe fast einen Lachkrampf bekommen. Solche Sachen wie diese sind es, die den Tagesspiegel seit einiger Zeit einfach unverzichtbar machen. Und: dass die CDU genauso wenig geschont wird wie die SPD (z.B. Appenzeller S. 8: Nur kein Versprechen – mal wieder mit einem Wortspiel).

Ulrich Waack, Berlin-Lichtenrade

LEHRER

„Der Tag, an dem viele in Urlaub fahren“ vom 9. Juli 2005

Eigentlich war ich der Meinung, dass es sich unter intelligenten Menschen herumgesprochen hatte, dass die undifferenzierte Verunglimpfung ganzer Berufsstände sehr schnell negativ auf den Urheber zurückfällt. Leider hat sich Herr Martenstein mit seinem Artikel, auf das Motto Ihrer Zeitung (rerum cognoscere causas!!) bezogen, ausgesprochen disqualifiziert. Als Beispiel nur einer der schwachen „Anklagepunkte“: Wie stellt er sich vor, Prüfungen ohne Unterrichtsausfall durchzuführen?! Ich möchte Herrn Martensteins Aufschrei hören, wenn sein Kind Abiturprüfungen nach der Unterrichtszeit ab 16 Uhr beginnend, evtl. um 22 Uhr, ablegen müsste. Alternativ könnten die Prüfungen natürlich am Wochenende stattfinden – da sich die Lehrerschaft laut Martenstein ja die Woche über ausruht, würde das ihrer Qualität sicherlich nicht schaden.

Johannes Feiten, Lehrer an der

Katholischen Schule Salvator,

Berlin-Waidmannslust

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