Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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VERMARKTUNG

„Mit ruhiger Hand“ vom 17. Juli 2005

Der Artikel hat die bittere Wahrheit, die ich schon lange befürchtet hatte, endlich ausgesprochen: die Tatsache, dass nicht fachlich gute Arbeit zählt, sondern nur gutes „Selbstmarketing“ (schlechte Arbeit gut zu verkaufen). Solange der Schein von Qualität mehr zählt als ergebnisorientierte, inhaltlich und fachlich gute Arbeit, verwundert es nicht, dass es in diesem Lande nicht vorangeht.

Achim Bedenk, Berlin-Kreuzberg

VERKEHRSGEFÄHRDUNG

„Zwölf Blitzer hintereinander – trotzdem mehr Unfälle“ vom 10. Juli 2005

Keine Bußgeldandrohung wird mich bewegen, auf einer „sehr kurvenreichen“ (und daher unübersichtlichen) Strecke schneller als etwa Tempo 60 zu fahren. Meines Erachtens sind vielmehr diejenigen, die trotz einer „sehr kurvenreichen Streckenführung“ Tempo 100 zulassen, wegen vorsätzlicher Verkehrsgefährdung zur Verantwortung zu ziehen.

Peter Koeppe, Berlin-Wannsee

LAFONTAINE

„Penner und Populisten“ vom 18. Juli 2005

Auch Sie verfahren mit der Zuordnung negativer Attribute nicht gerade wählerisch. Zwar konzedieren Sie in Ihrem Beitrag Oskar Lafontaine – begünstigt durch die Unbeholfenheit der Moderatoren – eine durchaus gelungene offensive Wahlkampfstrategie, zollen aber dem Mainstream ihren Tribut, indem Sie den so Gelobten als „Schaumschläger aus dem Saarland“ bezeichnen. Losgelöst von der handelnden Person ist also das Aufzeigen von Alternativen gleichbedeutend mit Schaumschlägerei. Ich bin gespannt, wie Sie unter dem Aspekt der Ausgewogenheit die Führungspersonen der „alternativlosen Parteien“ mit ähnlichen Etiketten versehen, wie zum Beispiel „Die ehrliche Scheinheilige aus Templin“ oder der „Neoliberalenfan aus Hannover“.

Helmut Schindler, Berlin-Wedding

BRANDT

„Wild ist wild“ vom 20. Juli 2005

In der Besprechung einer Ausstellung über Fetting und Corinth in Wilhelmshaven schreibt der Autor Martin Wein über Fetting, dass dieser einen Bronzekopf von Willy Brandt in der SPD-Zentrale geschaffen hat. Tatsächlich handelt es sich um eine überlebensgroße Standfigur Brandts, die in der zentralen Eingangshalle aufgestellt ist.

Roland Wilhelm, Berlin-Charlottenburg

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