Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

-

„Berliner Hypothek“ vom 27. Juli 2005

Der Autor hat genau den richtigen Ton getroffen und auch unnötigen Zahlenballast vermieden. Auch für mich als WestBerliner sehr lehrreich!

Ronald Schwarz, Berlin-Wedding

„Die Mauer ist ein positives Symbol“ vom 28. Juli 2005

Der wichtigste Hinweis des Kunsthistorikers Schmidt scheint mir der auf die Sichtweise von Nicht-Berlinern zu sein, sprich Touristen. Berlin braucht dringend die Touristen; diese sind an der Mauer hoch interessiert, aber Berlin gibt ihnen nicht das, was sie suchen – das tat bisher offenbar am besten Frau Hildebrand vom Mauer-Museum am Checkpoint Charlie. Schmidt wünscht sich eine Analyse, was Touristen erhoffen, über die Mauer zu erfahren.

Die Realisierung dieser Erwartungen scheint mir entschieden wichtiger zu sein als die Selbstdarstellungsversuche von Politikern und Künstlern, deren realitätsfernes Misslingen am deutlichsten beim Gedenken zum 17. Juni am ehemaligen Haus der Ministerien wahrzunehmen ist.

Ulrich Waack, Berlin-Lichtenrade

„Regierungsviertel fürs Fußballvolk“ vom 29. Juli 2005

Das Regierungsviertel durchqueren die Politiker leider unterirdisch, und das Volk macht aus der Gegend einen Freizeitpark. Dabei könnte sich mehr von der Politik dort zeigen, wenn man die Verkehrsachse John-Foster-Dulles-Allee/Scheidemannstraße einbezieht, als Verbindung zwischen Schloss Bellevue, dem Kanzleramt und Reichstag; diese Achse mit breiten Bürgersteigen, Flaggenbeschmückung. Dann hätte man vor dem Reichstag und in Höhe des „Bundesforums“ immerhin so etwas wie einen natürlichen Treffpunkt, der bisher fehlt.

Jürgen Spiegel, Berlin–Neukölln

„Wild ist wild“ vom 20. Juli 2005

Ausstellung „Wilde Malerei über die Zeit - Rainer Fetting trifft Lovis Corinth“ in der Kunsthalle Wilhelmshaven habe ich mich sehr gefreut. Allerdings hat es mich dann aber geärgert, dass ich auf eine politische Richtung (Rot-Grün) festgelegt wurde, weil ich der Macher der Willy-Brandt-Skulptur in der Berliner SPD-Zentrale bin. Ich kann mich nicht daran erinnern, mich öffentlich über meine parteipolitische Ausrichtung geäußert zu haben, zumal wenn es so gar nicht stimmt.

Rainer Fetting, Berlin-Neukölln

0 Kommentare

Neuester Kommentar