Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

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TECHNIK

„Perfekter Brückenschlag am Hauptbahnhof“ vom 1. August 2005

Bei aller Begeisterung um die technischen Aspekte des Baus sollte man die finanzielle Seite nicht vergessen: Hier baut die Bundesrepublik Deutschland mit Steuergeld Büros. Und dafür ist in Berlin wirklich kein Bedarf.

André C. Hercher, Berlin-Mitte

ANREGEN

„Lenins Evolution“ vom 2. August 2005

Die Verantwortlichen beim Kultursenator und im Deutschen Historischen Museum sollten sich einmal im südlitauischen „Gruto Parkas“ nahe dem Kurort Druskininkai umsehen, um zu erfahren, wie beispielhaft Litauen die Geschichte der sowjetischen Besatzungszeit seit 1989 aufgearbeitet hat. Dies wäre sicherlich auch für die weitere Gestaltung der Gedenkkultur am Checkpoint Charlie anregend.

Hans-Henning Koch, Berlin-Wannsee

REAKTIONEN

„Der Terror beleidigt unseren Koran“ vom 1. August 2005

Dass muslimische Gemeinden sich nicht per Pressemitteilung von Anschlägen distanzieren können, weil sie kein Faxgerät besitzen, kann einem angesichts der Vielzahl teurer Moschee-Neubauten nur als Schutzbehauptung erscheinen. Gerade mal 25 000 von 3,2 Millionen Muslimen, die in Deutschland leben, konnten sich im letzten Jahr zu einer zentralen Demonstration gegen den Terror im Namen des Islam in Köln aufraffen (66 000 Türken überwiegend muslimischen Glaubens leben allein in der Stadt Köln).

Jan Ackermann, Berlin-Wilmersdorf

VERANTWORTUNG

„Die Teile und das Ganze“ vom 5. August 2005

Lieber Herr Appenzeller, es ist immer wieder eine Freude, Ihre Kommentare zu lesen. Ich empfinde es als ein starkes Stück, dass die Außenamts-Sprecherin den Volmer-Erlass immer noch als „rechtskonform“ ausgibt. Man fragt sich als Bürger, ob dieser Verstoß gegen EU-Bestimmungen denn nun gar keine personellen Konsequenzen nach sich zieht – wo bleibt da die politische Verantwortung in dieser für die EU als Ganzes überlebenswichtigen Angelegenheit, nämlich der Wahrung einheitlicher Einreisekriterien und penibler Kontrolle an den Außengrenzen ? Und weiter: Halten unsere Auslandsvertretungen sich heute strikt an die für die ganze EU geltenden Regeln ?

Horst Meyer, (Leser des Tagesspiegel seit es ihn gibt), Berlin-Lichterfelde

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