Leserbriefe : KURZ & BÜNDIG

-

FUSSBALL

„Live aus dem Stadion“ vom 28. August 2005

Am Sonnabend fand ich Marcel Reifs Reportage vom Spiel Bayern München gegen Hertha BSC auf Premiere noch sehr „bayernlastig“. Seinen Kommentar vom Sonntag im Tagesspiegel allerdings stufe ich als journalistische Meisterleistung ein. Marcel Reif beschreibt treffsicher, objektiv und mit der nötigen Bissigkeit das „Affentheater“ bei Hertha BSC um Marcelinho. Ich denke, hier liegt auch die Ursache für das Versagen der Mannschaft, wenn es um große Ziele geht. Ein Team, das keine Mannschaft ist, wird nie an seine Grenzen gehen (können).Voll ins Schwarze getroffen, M. R.! Ich hoffe sehr, dass Herr Hoeneß und vor allem Trainer Götz sich diese Analyse „hinter den Spiegel“ stecken!

Hanns-Konrad von Oelhafen, Berlin-Spandau

SOLIDARNOSC

„Wandel trotz Anbiederung“ vom 28. August 2005

Der Artikel von Prof. Macków war spannend zu lesen und sehr interessant. Trotzdem greift auch seine Analyse zu kurz. Er ersetzt den Mythos Gorbi durch den Mythos Solidarnosc. Erklärungen, warum die Sowjetunion nicht in der Lage war, diesen polnischen Aufstand zu unterdrücken, deutet er nur an. Mögliche Erklärungen wie Kohärenz der Bewegung, Größe des Landes und zunehmende Probleme der Sowjetunion sollten auch bedacht werden, ohne den mutigen Leistungen der Dissidenten die Würde und Bedeutung zu nehmen. Der erste Aufstand gegen die sowjetische Zwangsherrschaft fand übrigens nicht in Ostdeutschland statt, sondern im Jahr 1953 in der Tschechoslowakei.

Jost-Henrik Morgenstern, Berlin-Friedrichshain

KÜGELCHEN

„Glaubenssache – Beruht Homöopathie nur auf Einbildung? Eine neue Analyse weckt Zweifel an der Kraft der Kügelchen“ vom 30. August 2005

Und sie wirken doch.

Wie überstehe ich den Tag ohne zu essen? Das war bis zu meinem 26. Lebensjahr mein einziger Gedanke. Wären Globoli so wirkungslos wie die Schweizer Studie behauptet, wäre ich vor circa fünf Jahren an Fresssucht und überfettetem Herzen gestorben.

Wirkungslos, sogar schädlich, sind falsch verabreichte Medikamente, die die Ursachen der Krankheit nicht beheben – wie jene Herztabletten, die mir mit 16 eine Schulmedizinerin wegen Übergewichts verschrieben hat. Sie täten gut daran, darauf hinzuweisen, welcher Industriezweig in der Schweiz zu Hause ist.

Tatjana Möller, Prenzlauer Berg

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben